„Schweig, alte Hexe!“ „... fondern Du willſt auch durch eine nichts⸗ wuͤrdige Gleichguͤltigkeit den guten Namen und Ruf der Tochter morden, Du alter Geizhals, Du alter Geck, Du alter, ſtolzer, unmoraliſcher, unwuͤrdiger Ver⸗ wandter, der nicht einmal ſo viel Ehre im Leibe hat, ſein eigenes Fleiſch und Blut zu vertheidigen!“
In dieſem Augenblick trat Honorine ein.
Sie traf ihren Mann faſt vor Wuth erſtickend,
waͤhrend Frau Walborg mit Kopf, Haͤnden und Fuͤßen geſtikulirte und im beſten Zuge war, ihren Gefuͤhlen
Luft zu machen. 5
Aber als jetzt Honorine bittend dazwiſchentrat, als ſie ſagte:„Meine liebe, beſte Tante, um Gottes willen, nur ein wenig Gelaſſenheit— wir wollen ver⸗ ſtaͤndig uͤber die Sache ſprechen und vor Allem hoͤren, was Jolli ſelbſt ſagt,“— da ward Frau Walborg, aus Achtung vor Honorinen, ruhiger und ſchlug den Weg nach der Thuͤr ein. Aber mit der Hand auf dem Schloſſe, drehte ſie ſich wieder herum und ſagte maje⸗ ſtaͤtiſch:. „Adieu, meine Herrſchaften, ich reiſe mit meiner Tochter auf der Stelle ab.“’
„Immer zu,“ ſchrie der Oberſtlieutenant, der jetzt endlich die Sprache wieder gewann, immer zu, Du alter, nichtswuͤrdiger Krakeelmacher! Du haſt niemals wieder noͤthig, Deine Naſe durch meine Thuͤr zu ſteckenle


