Teil eines Werkes 
7.-9. Bd. (1850)
Entstehung
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bei ſich ſehr beklagte, daß das junge Maͤdchen gerade in dem Augenblick, wie er ankam, ihrer Wege fuhr.

Jetzt drehte ſich der Oberſtlieutenant herum, um Baron Siyten zu praͤſentiren. Da aber Niemand dar⸗ auf gehoͤrt hatte, daß er(der Baron) als Maͤrtyrer der Wahrheit ſterben wollte, ſo hatte er der ganzen Geſellſchaft den Ruͤcken gekehrt und war in's Haus gegangen.

Auf dem Geſicht des Oberſtlieutenants war deut⸗

lich zu leſen:Dummkopf, der fortlaͤuft, gerade wenn

er gebraucht wird! Und weiter las Honorine, ſie, die ſo gut verſtand, die Zuͤge ihres Mannes zu deuten: Ja, ich bin gerade auf Laune, Geſellſchaft zu empfangen!

Aber die junge, erfinderiſche Frau wußte ſogleich, was zu thun war und in einem angemeſſenen, klagenden Ton ſagte ſie, indem ſie ihre beiden Gaͤſte anſah:

Es thut mir inzwiſchen recht leid, daß ich Sie, meine Herren, ehe Sie noch in's Haus getreten ſind, in Kenntniß ſetzen muß, daß Sie wenigſtens auf einige Stunden mit meiner Geſellſchaft allein vorlieb nehmen muͤſſen. Mein guter Helleding, der fortwaͤhrend von ſeinen vielen Geſchaͤften, in Anſpruch genommen wird, hat eine hoͤchſt dringende Angelegenheit in der Nachbar⸗ ſchaft zu beſorgen.

Der Oberſtlieutenant bekraͤftigte die unangenehme Mittheilung, fuͤgte aber pflichtſchuldigſt etwas von auf⸗ ſchieben u. ſ. w. hinzu. Philipp wußte aber, was ihm jetzt zukam und dies wußte auch Dick und nachdem ein