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und geſtand niemals zu, daß man heimlich einen ge⸗ wiſſen Neid hegte.
Im Marktflecken beneidete man die Stadt um ihre eleganteren und neueren Moden, waͤhrend man in der Stadt(notabene ſeit der letzten Zeit) den Markt⸗ flecken um ſeinen jungen, huͤbſchen und geſchickten Doc⸗ tor beneidete und wir wiſſen ſchon, daß man durch die beruͤhmte Pfefferkuchenbaͤckerei des Marktfleckens ſich Nachrichten uͤber einander verſchaffte.
Auf dieſe Weiſe ſtand noch das Verhaͤltniß, als man auf einmal das Eis brechen ſah.
Die Stadt erinnerte ſich, daß ſie noch alte, liebe Freunde im Marktflecken hatte, die man doch noch ein⸗ mal bei Lebzeiten ſehen wollte.
Der Marktflecken hatte eine Menge Vettern und Muhmen in der Stadt, die man doch nicht ganz und gar vergeſſen konnte.
Und ſo kam es, daß Einladungen zu Tiſche und Viſiten einander ordentlich jagten.
„Ach, mein ſuͤßer Freund, mein beſter Sa wie freue ich mich, Dich nach einer ſo langen Trennun wieder einmal umarmen zu koͤnnen! Lieber Gott, drei
Meilen ſind doch wahrlich kein Weg, der ewig dauert,
es haͤlt nur immer ſchwer, ehe man einmal in Gang kommt.“ „Und ich, lieber Vetter, was ſoll ich ſagen— ich kann mir es gar nicht verzeihen, daß ich mich eines ſo 5*☛ 2


