Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
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zu beſitzen ſchienen. Das reine Colorit ihrer Wange ſchien von der Gluth der Gemuͤthsbewegung gleichſam verbrannt zu ſein.

In dieſem Augenblick war Lilia ein verzweifeltes Weib, weder mehr noch weniger.

Um Gottes willen, beruhigen Sie ſich! bat ſie Arnold, waͤhrend er, trotz ihres Widerſtrebens, ſie ver⸗ mochte, etwas Erfriſchendes einzuathmen.

Sie reden mit mir von Ruhe, Doctor? Ha⸗ ben Sie denn vergeſſen, daß ich dort drinnen ſtand und ſein wehklagen hoͤrte? O Philipp, Philipp, armer Philipp, daß ich nicht hervorſtuͤrzte, daß ich nicht... aher....

Nun, aber, geehrte Frau, wenn das Wichtige, was Sie mir zu ſagen haben(und welches uns Beide in dieſe peinliche Verlegenheit gebracht hat) nichts Anderes war, als daß das Gefuͤhl, welches Sie niemals haͤtte verlaſſen ſollen, endlich erwacht iſt, ſo begreife ich nicht, weshalb Sie ſich nicht ſogleich an den Mann wenden, bei welchem Sie keines Vermittlers beduͤrfen.

O, welches Phlegma, welche toͤdtliche, abſcheuliche Kaͤlte! Und in meiner Verzweiflung habe ich Nieman⸗ den anders, an den ich mich wenden koͤnnte!

Wollen Sie ſich mit Ihrem Manne verſoͤhnen? fragte Arnold, ohne zu thun, als wenn er den Vorwurf beachtete.