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zu fuͤhlen, aber Niemand bemerkt, wie oft ich aus dem Schlafe emporfahre, um waͤhrend meines Wachens tau⸗ ſendfach zu leiden... Nichts, nichts bewegt ſie zur Barmherzigkeit!“
Der Schirm bekam jetzt eine Erſchuͤtterung, die ſich auf das ganze Nervenſyſtem des Doctors fort⸗ pflanzte.
„Heute Abend, Bruder,“ ſagte er ſchnell, waͤhrend ihm die Stimme faſt verſagte,„heute Abend iſt mein Koͤrper von den Strapatzen des Tages ſo angegriffen, daß die Seele nicht eines einzigen geſunden Gedankens fahig iſt. Beſuche mich morgen wieder und ich werde Dir uͤberlegen helfen.“
Philipp ſtand auf und ergriff ſeinen Hut.
„Du moͤchteſt mich los ſein, wie ich bemerke— ich werde Dir natuͤrlich beſchwerlich. Aber bisweilen kann ich einmal meine Buͤrde nicht allein tragen.“
„Niemals, Philipp, wirſt Du mir beſchwerlich. Aber heute Abend werde ich noch von Jemandem er⸗ wartet, der meinen Rath in Anſpruch nehmen will— ſiehe, das iſt der wahre Grund, weshalb ich Dir nicht laͤnger Geſellſchaft leiſten kann.“
Und waͤhrend der Doctor die letzten Worte ſprach,
klingelte er und befahl Laſſe, zu ſagen, daß Herrn
Thurne's Wagen angeſpannt werden ſolle. Als Philipp gleich darauf, von ſeinem Wirthe be⸗
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