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Und dieſe Rathſchlaͤge, obſchon ſie deutlich das Gepraͤge trugen, daß ſie einem verzaͤrtelten Guͤnſtling, gewidmet wurden, offenbarten gleichwohl einen Verſtand und eine Auffaſſung, welche Philipp entzuͤckte. Er fand zugleich, daß ſeine anonyme Goͤttin mit merkwuͤr⸗ diger Treue die Spuren ſeines Dichtertalentes verfolgt hatte und mit ihm ahnte, daß es in ſeiner Entwicke⸗ lung, noch etwas Hoͤheres werden wuͤrde, als es anfaͤng⸗ lich verſprochen.
Der Briefwechſel dauerte inzwiſchen fort und Philipp, der immer mehr und mehr eingenommen ward, ſagte jeden Tag:
„Liebe ich wohl meine Gattin weniger, weil der Dichter eine kleine Phantaſie⸗Inclination hate O, meine Lilia, meine angebetete Lilia, bald kehre ich zu Dir zuruͤck und Anima iſt dann nichts mehr, als die Erinnerung— meines Traumes.“
Aber Philipp kehrte nicht ſo ſchnell wieder zu Li⸗ lia zuruͤck, denn bald darauf ſchrieb Anima, daß die Reiſe ihres Mannes um acht Tage aufgeſchoben wor⸗ den... Und acht Tage darauf hieß es wieder ſo.
Lilig's Briefe an ihren Gatten waren dagegen weder lang noch poetiſch.
Sie enthielten nur kurze Buͤlletins uͤber ſie ſelbſt und die Kinder. In einem aber ſagte ſie:
„Du fuͤhrſt ein munteres Junggeſellenleben, Phi⸗ lipp, und ich beklage mich nicht daruͤber, denn ich be⸗
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