Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

zuerſt velches

und laß Leben

is lebt, gen ein kaͤmpft. „ſeiner er Ver⸗ wort in iſſe ab⸗

rief a uf npagner⸗ reis von

nels, des nen Ver⸗

haft, die

21

keuſche Freundſchaft zwiſchen zwei gleichgeſtimmten See⸗ len! Ihre Sympathien, ihre Geſchicke, Alles legte ſie vor ihm nieder... und um das Maaß des Entzuͤckens voll zu machen, hieß ſie Anima(Seele)!

O du liebliche Roſe, du duftende Lotosblume, wo biſt du... meine Gedanken ſuchen dich— weshalb ... weshalb habe ich dich nicht fruͤher gefunden!

An demſelben Abend, aber gleichwohl, nachdem der ſo unvermuthete Rauſch ein wenig beſchwichtigt war, ſchrieb er ſeine Antwort.

Und dieſe Antwort bewies, daß er wenigſtens ſich die Moͤglichkeit denken konnte, daß er nur die Zielſcheibe einer kleinen Myſtification ſei, die ſich auf ſeine Koſten luſtig zu machen ſuchte.

„Holde Anima!

„Alexis hat, von Ihrem Zauberſtabe beruͤhrt, nur zu leſen gebraucht, um zu glauben.

„Die, welche ihm dieſen lieblichſten, dieſen erhaben⸗ ſten aller Briefe geſchrieben, kann wohl nicht die Abſicht gehabt haben, mit ihm Spott zu treiben? Inzwiſchen wagt er nicht mehr zu ſagen, bevor er einen neuen Brief bekommen, der ihm uͤber die Verhaͤltniſſe ſeiner Freun⸗ din und ihre fortdauernde Zuneigung unterrichtet.