Teil eines Werkes 
1.-3. Bd. (1850)
Entstehung
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daillon mit Philipps Portrait er glaubte, es laͤge in dem Schubfache des Buͤreaus, in welches ſie es ſo ruhig gelegt, als er es ihr ein Jahr vorher zum Weihnachts⸗ geſchenk gemacht hatte.

Sie betrachtete das kleine Portrait mit Blicken, welche unwillkuͤrlich Philipp zuruͤckgelockt haben wuͤrden, wenn er ſie geſehen haͤtte.

Wie ſanft und liebenswuͤrdig ſind doch dieſe Zuͤge wie liebevoll ſehen ſie mich an... Zum Gluͤck er⸗ innern ſie nicht an ſeinen Ton von geſtern Abend... es wuͤrde mir nicht zuſagen, wenn er auf dieſe Weiſe Kraft zeigte! Es war ein Scherz und doch waͤre mir beinahe bange geworden... ich ſagte mehr, als ich ſagen ſollte... ich weckte vielleicht Mißtrauen in ihm... aber nein, ſein offenes, vertrauensvolles Herz hat ſchon Alles wieder vergeſſen... Weshalb ſollte er auch im Fall er ſich meiner Worte erinnert fuͤrch⸗ ten, belauſcht zu werden? Er hat ja nicht eine ein⸗ zige Handlung zu verbergen... Aber wenn er noͤthig haͤtte, etwas zu verheimlichen wenn er einmal ge⸗ zwungen waͤre, ſich zu verſtellen...

Bei dieſen Gedanken ſprang ſie auf und eine eis⸗ kalte Entſchloſſenheit ſtand auf ihrer Stirn geſchrieben.

In demſelben Augenblick klingelte ein Scheſlenge⸗ laͤut auf dem Hofe.

Sollte er ſchon zuruͤckkehren?...