ſein Papa die Spuren eines keimenden, thaͤtigen Kauf⸗
mannsgenies ſah, ward von Philipp als Vorwand be⸗
nutzt, den Juͤngling zum Leſen von Sachen zu vermoͤ⸗
gen, die außerdem ganz und gar ſeinem Geſchmack wi⸗
derſtritten. Ein Gluͤck war es jedoch fuͤr Dick, daß
das, was er einmal ſich eingepraͤgt, eben ſo feſt in ſei— nem Gedaͤchtniß ſaß, als es ihm Muͤhe gekoſtet, es
hineinzubringen.
. Director Sorenius, der Witwer war, hielt ein großes Haus. Er ſprach allerdings viel von der Noth⸗ wendigkeit der Sparſamkeit, aber war demungeachtet weit freigebiger, als ſparſam, und ſeitdem der„liebens⸗ wuͤrdige, froͤhliche, ausgezeichnete“ Herr Philipp Thurné in das Haus gekommen, war dieſes noch beſuchter ge⸗ worden, denn auf die angenehmſte und ungenirteſte Weiſe ſpielte er den Wirth und lud Alle, ganz beſon⸗ ders Damen auf das Dringendſte ein, recht bald wieder⸗ zukommen.
„Es iſt fuͤr Dicks Erziehung durchaus nothwen⸗ dig,“ pflegte der Informator zu ſagen,„daß er ſich an das Geſellſchaftsleben gewoͤhnt, denn hieraus laſſen ſich auch eine Art ganz nuͤtzlicher Lehren ſchoͤpfen, und da die Wiſſenſchaften in Ewigkeit nicht ſein eigentliches Studium werden, ſo iſt es beſſer, daß er mit den Leuten umgehen lernt und ein Weltmann wird..
Es war allerdings die Meinung, wenigſtens der Wunſch des Directors geweſen, in ſeinem Sohne ein⸗


