auf ſeinem Antlitz eine eben ſo ſchnelle als außeror⸗ dentliche Veraͤnderung.
Eine ſcharlachfarbene Roͤthe verdraͤngte die graue Blaͤſſe ſeiner Wange, eine duͤſtere Entſchloſſenheit funkelte aus ſeinen ſo eben noch ſtierenden, beinahe ſeelenloſen Augen; die Nerven erhielten neue Spann⸗ kraft; er ſchleppte ſich nicht, ſondern ging gerade und mit feſtem Schritt nach dem Ofen und legte ſeine Hand auf das Piſtol.
In dieſem Augenblick ließ ſich eine Bewegung auf dem langen Corridor draußen vernehmen. Sie war erſt heftig und ungeduldig, dann langſam, als ob die Tritte ſtehen bleiben wollten— auf einmal aber wur⸗ den ſie wieder raſch, beinahe eilend.
Die Thuͤr flog auf.
Ein zweiter junger Mann— eben ſo bleich, als Philipp in dieſem Augenblick durch den Andrang des Blutes nach dem Kopfe roth war— zeigte ſich auf der Schwelle.
Es war Arnold Warvner, Philipps Jugendfrund.
„Ja oder Nein?“ fragte Philipp mit einer Stimme, deren eiſige Ruhe ungluͤckverkuͤndend war.
„Ja, mein Freund, ja— ſie willigt ein.“
Philipp ſtieß einen Ruf aus, einen einzigen, aber in dieſem lag das Leben. Ein Thraͤnenſtrom kam hinterher, um, wie der Regen der Erde, dem


