Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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Seit dem Abend, wo Baron Klas Malchus ſeine Ertratour nach dem Meßnerhauſe gemacht hatte, hatte er ſein Zimmer nicht mehr verlaſſen, und obſchon der Oberſt dieſe Art Incognito ſeinem Widerwillen und ſei⸗ ner Scheu zuſchrieb, nach dem, was vorgefallen war, mit dem General und ihm ſelbſt zuſammen zu treffen, ſo hatte er doch nicht den wahren Beweggrund entdeckt. Der Baron war unwohl, ſehr unwohl; er hatte ſich auf ſeiner Liebeswache erkältet, einen jämmerlichen Schnupfen und dito Huſten davon getragen, und mußte ſich damit unterhalten, der ſteigenden Bekümmerniß ſeiner Mutter zu Liebe allerlei Hauskuren zu gebrauchen die übri⸗ gens ebenſo beſchwerlich ſind als andere Kuren als da ſind Fußbäder, Fliederthee, Kampher, Habergrütze u. ſ w. Aber Klas Malchus konnte ſeiner zärtlichen Mutter kei⸗ nen billigen Wunſch abſchlagen, obgleich er, die Wahrheit zu ſagen, bei dem ewigen Kamphereinreiben, das ihn trotz dem Schnupfen entſetzlich beläſtigte, aufrichtig wünſchte, ſeine Mutter möchte weniger zärtlich ſeyn.

Nachdem des Generals abgereist waren und die Baronin ihre Befehle zur Wiederherſtellung der Ordnung im Hauſe gegeben hatte, nahm ſie ihre Stickerei und ſetzte ſich zu Klas Malchus hinunter(der zwar vollkommen ge⸗ neſen zu ſeyn erklärte, aber deſſen ungeachtet nicht vom Sopha auf durfte), denn die gnädige Frau hatte ein wenig mit ihrem Sohne zu ſprechen.

Der zum Erſtaunen des Oberſten und der ganzen Familie requirirte Flügel war eben angekommen; und da Niemand wußte, daß Klas Malchus die Muſik liebte, noch viel weniger, daß er in den letzten Jahren dieß Talent in hohem Grade ausgebildet hatte, ſo rieth man vergebens hin und her, zu was jener wohl beſtimmt ſey. Der Salon hatte ein vorzügliches Piano; und das,