Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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Der Oberſt hatte eine Gelegenheit gefunden, ſich

aus ſeinem Arreſt in dem Spiegelzimmer fortzuſchleichen; und obſchon er ſich in weislicher Entfernung von dem Spieltiſche des Generals hielt, lavirte er doch ſo, daß er hie und da einen ſpähenden Blick nach dem alten Herrn werfen konnte. Das Reſultat dieſer Seitenblicke war die angenehme Ueberzeugung, daß der General nicht daran denke, ſich vor der beſtimmten Zeit zur Abreiſe zu rüſten; und was das kleine Fräulein betraf, ſo mochte ſie wohl von gar nichts gewußt haben, was deutlich aus ihrem Ausſehen hervorging.

Wo, dachte der Oberſt triumphirend, wo anders als unter Männern von Welt konnte ein ſolches Ereig⸗ niß ſo ſtille, ſo ohne alles Aufſehen, ohne alle Oeffent⸗ lichkeit vorübergehen? Hier iſt ja keine Seele, die etwas davon ahnt; aber wäre derſelbe Fall in einer ordent⸗ lichen Bürgersfamilie vorgekommen, welche himmel⸗ ſchreiende Ungelegenheiten und Geſchichten hätte es nicht da gegeben! Und der Oberſt lächelte mit Wohlbehagen und ſah ſich mit ruhiger Kühnheit im Kreiſe um. Er hatte Urſache überzeugt zu ſeyn, daß der General, der ſich im erſten Augenblicke hatte beherrſchen können, es ſich gewiß ſehr angelegen ſeyn laſſen werde, auch nachher daſ⸗ ſelbe zu thun.

Durch dieſen Schlußſatz beruhigt, war der Oberſt bald wieder der Alte. Zwar dachte er mit einigem Miß⸗ behagen an eine künftige Beſprechung mit ſeinem Sohne, und an Iſabellens Fragen, aber er verließ ſich auf ſeine Feinheit, die ihm gewiß heraushelfen würde, und nach⸗ dem er dem jüngern Theil der Geſellſchaft den Vorſchlag gemacht hatte zu tanzen, ſetzte er ſich ſelbſt ſehr artig mit der Kammerräthin und Fräulein Gunilla an den Spieltiſch.

Etwas ſpäter erſchien der Stallmeiſter. Er wagte nicht zu tanzen, weil er nicht ganz fieberfrei ſey, etwas,

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