Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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Marie ſprach keine Silbe, hob auch die Blicke nicht vom Boden; dazu war ſie wieder zu ſchüchtern und über⸗ raſcht. Auch dachte ſie, daß der Baron nicht Alles hätte wiſſen können, was vorgefallen war, wenn er nicht lange in der Kälte draußen geſtanden wäre. Durch dieſe Vor⸗ ſtellung beunruhigt, fragte ſie leiſe, als er ſeinen Hut faßte:Darf ich dem Herr Baron nicht ein Glas Milch wärmen?

Ich danke! ſagte er und nahm nicht unwillig

ſeinen Platz in den alten Lehnſtuhl ein, den ihm Muttt

Chriſtine mit einer ehrerbietigen, halb zögernden Bo⸗ wegung hinſchob,ich glaube, es wird mir gut thunl

Und gewiß that es ihm gut; denn auf die Wärm hin, in die ihn ſeine Aufregung gebracht hatte, ware ſeine Glieder wieder ganz erſtarrt.

Wo iſt Ihr Ueberrock? fragte Marie bekümment als ſie ſah, daß er keinen an hatte. Die Mutter wan ſchon mit dem Topfe hinaus gegangen.

Ich vergaß ihn, verſetzte Klas Malchus, vals ich ſah, wie ſich der Stallmeiſter hinausſchlich, und gleit überzeugt war, der Elende würde ſeinen Weg hierha nehmen.

Und da ging denn der Herr Baron ſo hieher! Marie betrachtete ihn mit einem Blick ſo voll entzücken⸗ der Unruhe, daß Klas Malchus gerne etwas Schwerereh dafür gethan hätte.

Biſt Du bekümmert darüber, Marie?

Ja, Herr Gott, wenn der Herr Baron ſich erkal tet; wenn... oh, das wäre ja zu arg!

Sey unbeſorgt, ich reite ja und bin bald zu Hauſe Lebe wohl, Marie! Er gab ihr die Hand, und art die ihre Rührung, ihre Dankbarkeit nicht zu unterd üt

vermochte, drückte ſchnell ihre Lippen darauf. Warhi⸗ Baron nicht ihr Herr, ihr Beſchützer? Dieſe Ehrfurch

bezeugung konnte alſo nicht anders als richtig ſey aber obwohl Marie ſich dieſes ſagte, ſo hatte ſie de

kaum ihrer augenblicklichen Eingebung nachgegeben, G

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