Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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An ein Duell war indeſſen nicht zu denken; dazu kamen zwei weitere Gründe: erſtens war der Baron ſein Wirth, und dann konnte auch der bravſte und muthigſte Mann oft von einem Nebenbuhler eine Schmach erleiden, die er unmöglich öffentlich abwaſchen durfte. Summa Sum⸗ marum, der Stallmeiſter hielt es für's Beſte, ſich geſan⸗ gen zu geben; und indem er kaum hörbar murmelte: Ich reiſe und hoffe, der Baron benimmt ſich wie ein Mann von Ehre!l ſtürzte er hinaus, warf ſich auf's Pferd und ritt im Galopp nach Tyringsholm zurück

Niemand weiß, was an dieſem Abend zwiſchen Marie und ihrem ſchweigſamen Liebhaber hätte vorfallen können, wenn Mutter Chriſtine nicht beinahe in derſelben Minute, wo der Stallmeiſter das Zimmer verließ, zurückgekommen wäre, und ſich nun ſehr erſtaunt darüber zeigte, Seine Gnaden noch ſo ſpät am Abend außen zu finden.

Ich hatte ein Geſchäft, das ich heute früh vergaß, verſetzte der Baron ziemlich der Wahrheit gemäß: ich habe Marien ein beſſeres Inſtrument verſprochen und wollte nun ſagen, daß Ihr das Gerümpel da bis Mor⸗ gen bei Seite ſchaffen ſolltet.

Ei du meine Güte! Das kann dem Herrn Baron doch nicht Ernſt ſeyn? rief Mutter Chriſtine unter einem Schleier von Einfalt, der ſich nicht ſonderlich gut zu ihrer innern Befriedigung ausnahm.

Warum nicht? Ich erwarte bis Morgen ein neues Fortepiano für mich; und da wir ein zweites oben im Zimmer haben, ſo ſoll Marie mein altes bekommen. Die Sache iſt ſehr einfach, und braucht Niemand zu ver⸗ wundern..

Der Baron konnte im Nothfall auch eine Würde annehmen, die ihn nicht übel kleidete. Mutter Chriſtine verneigte ſich demüthig, und wagte nur die artige Be⸗ meyſkung, daß ſie nicht ſo ſehr darüber verwundert ſey, deyn die Güte der Herrſchaft gegen ſie und ihr Haus ſel immer groß geweſen, aber dieß ſey doch ein ſo ge⸗ wäßltiges Geſchenk, daß ſie ganz erſchrecke.