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„Ja, das geht freilich nicht an!“ verſetzte Hedwig. „Es könnten dann Vermuthungen aufkommen, die ver⸗ letzend für mich wären. Verſprich mir, lieber Papa, daß wir erſt zur beſtimmten Zeit abreiſen!“ Es war, als ob Hedwig auf einmal ausgewachſen und verſtändig, ganz eine Dame geworden wäre. Sie wußte jetzt, wie man ſich zu benehmen hatte.
Der General klopfte ihr auf die Wange.„Du biſt weit klüger, als ich glaubte,“ ſagte er,„und ich billige vollkommen Deine Anſicht. Laß uns indeſſen nichts vor Tante Gunilla erwähnen, denn es iſt am beſten, wenn Niemand etwas von der dummen Geſchichte erfährt. Ge⸗ trauſt Du Dir, heute Abend drunten bei der übrigen Geſellſchaft zu ſeyn, ohne Deinen Aerger zu verrathen? Sonſt wäre es vielleicht am beſten, Du bliebſt hier oben unter dem Vorwande eines Unwohlſeyns.“
„Nein, durchaus nicht, Papachen! Ich will jeden⸗ falls hinunter. Niemand ſoll etwas merken.“
„Gut, dann ſetze ich mich ganz getroſt an den Spiel⸗ tiſch. Wenn ich die Sache recht bedenke, ſo wäreſt Du auf alle Fälle zu gut geweſen für den Bären und die ganze Affaire iſt nur zum Lachen!“
Achtzehntes Kapitel.
Da wir ſchon einmal oben im Korridore zu den Gaſtzimmern ſind, ſo nehmen wir die Gelegenheit wahr, um auch zu dem Stallmeiſter hinein zu ſchauen und zu hören, was dieſen würdigen Herrn verhinderte, das Mit⸗ tageſſen mit ſeiner Gegenwart zu beehren. Aber wo iſt er denn, der junge kranke Mann, der elegante Ballheld, die Schleppe der Damen und der Haſen Schreck?(Denn daß er ein guter Schütze war, kann Niemand läugnen!) Auf ſeinem Zimmer wenigſtens findet er ſich nicht; und es iſt beinahe zu dunkel, um zu vermuthen, daß er auf
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