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herab. Welch' eine qualvolle Lage war das aber auch! Was mußte die Geſellſchaft zu dieſer geheimnißvollen Verſtimmung ſagen? Vielleicht reiste der General au⸗ genblicklich ab und zog dadurch das unglückliche Ereig⸗ niß vor die Augen der Oeffentlichkeit! Und dann Iſa⸗ bellens Lächeln, wie war das auszuhalten— mancher anderer Aergerniſſe gar nicht zu gedenken! Der Oberſt lauſchte an der Thüre; es war beinahe, als fehlte es ihm an Muth, ſich wieder zu zeigen. Er ſtand da, ein Gefangener in ſeinem eigenen Hauſe, und konnte zu kei⸗ nem Entſchluſſe kommen, ob er bleiben, oder hinaus⸗ gehen ſollte, als ob nichts geſchehen wäre. Während der Oberſt hier noch überlegt, wollen wir eine Treppe hinaufſteigen und Fräulein Hedwig auf ihrem Zimmer beſuchen.
Das kleine Fräulein ſitzt auf dem Sopha gekauert und hält ein Billet in der Hand, ein Billet, das ſie ſchon fünfmal durchgeleſen hat, ohne von ihrem Erſtau⸗ nen zurückzukommen. Ihr Vater hatte es ihr eben ge⸗ geben und dabei geſagt, ſie möchte es auf ihrem Zimmer leſen, wo ſie bleiben ſolle, bis ſie etwas Weiteres von ihm höre.
Das Billet war kurz und lautete alſo:
„Hedwigchen!
Der Oberſt hat um Deine Hand für ſeinen Sohn angehalten. Ich habe nichts von ſeiner Liebe zu Dir bemerkt, ſie wird aber wohl von der ſchüchternen Gat⸗ tung ſeyn. Wenn Du dieſer Werbung Deinen Beifall gibſt, worüber Du Dich bedenken magſt, bis ich wieder komme, ſo ſollſt Du ihm ſelbſt mündlich Antwort geben. Indeſſen haſt Du ſelbſt über Dein Herz zu gebieten; und ſagt dieß hiebei etwa Nichts, ſo mag er ſich nach einer Andern umſehen. Der Menſch iſt eigen, aber im Grund ehrlich; und Tyringsholm iſt, wie Du ſelbſt ſiehſt, ein ſehr angenehmer Aufenthaltsort, für den Fall, daß ich nicht mehr wäre.
Dein treuer Vater DAℳ


