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dunklen Fichtenwalde hervorwälzt, der die reiche Holz⸗ niederlage des Gutes liefert, welche von zwei hungrigen Sägewerken in eiligem Laufe verſchlungen wird, zeigt die Lücke ein um ſo ruhigeres Gemälde in der Thal⸗ öffnung, wo der Strom ſeine rauſchenden Wellen in einen kleinen See niedergelegt hat, der ſtets bereit iſt, die hel⸗ len Bäume der Ufer, die einander ſo weit das Auge geht, in phantaſtiſchen Formen überbieten, in ſeinem Spiegel aufzunehmen. Nicht weniger phantaſtiſch erhebt ſich auf der Anhöhe vor der Brücke der alte Herrenſitz, ein Ueberbleibſel aus längſt vergangenen Zeiten, mit ſei⸗ nen graugelben Steinmaſſen. Die Jetztzeit hat ſeine ausſpringende Flügel in eine moderne Farbe gekleidet,
und dieſe erſtreckt ſich ſogar auf die Gebäude der Arbeits⸗
leute, die ſeitwärts hinter einer Reihe von Pappeln her⸗ vorſchimmern, welche über die Teraſſen der Felſenmauer wehen und rauſchen.
Ein Altan von der Plattſeite des Daches,— dem verfallenen und düſtern Galleriewerk nach zu urtheilen, wahrſcheinlich ſeit vielen Jahren nicht mehr benützt— ruſt die Erinnerung an die Pracht der Ritterzeit zurück. Man denkt an die alten Chroniken und meint, man müſſe jetzt eine verſchleierte Dame ſehen, eine jener romanti⸗ ſchen und entzückenden Adelgunden oder Kunigunden, wie ſie den runden Arm auf die Balluſtrade geſtützt mit ſehn⸗ ſuchtsvollen Blicken nach dem aus dem Heldenkampf zu⸗ rückkehrenden Geliebten ſpähte. Die Täuſchung wäre vollkommen, wenn nicht die friſch getünchten Fluͤgel mit Eins uns daran erinnerten, daß wir uns in unſerer nüchternen Zeit befinden, wo keine ritterlichen Abenteuer mehr produzirt werden. Kein Kurt oder Kuno bricht mehr eine Lanze auf Leben und Tod für ſeine Schöne; keine Bertha oder Agnes ſtickt die Thaten ihres Helden in Gold, oder wirkt unter dem Perlenthau ihrer Thrä⸗ nen die Schäͤrpe, womit er ſich im Streite umgürten ſoll. Nein! entflohen ſind ſie, die Tage der ächten Ro⸗ mantik und des Heroismus! Die Männer brechen jetzt,
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