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„Thu', wie ich Dir geſagt habe, Guſtav, und bringe dann dieſen Brief hin— ich klopfe einſtweilen bei dem Verwalter an.“
Der Knabe ſchoß wie ein Pfeil davon, ſetzte den Stallknecht in Bewegung, und ergriff dann mit ſo gie⸗ riger Begehrlichkeit, als ob die Sache ihn ſelbſt berührte, nach dem genannten Brief, mit dem er eben ſo ſchnell in der Küchenthüre des Hauptbaues verſchwand.
Herr Blomgpiſt, der indeſſen noch nirgends einlo⸗ giert war, fuhr fort, ſeine Ankunft an der Thüre des kleinen rothen Hauſes zu melden, das von der Familie des Verwalters bewohnt wurde. Aber ehe man ſich hier innen in Ordnung geſetzt hatte, um ſeinem Begehren nachzukommen, wurde ein Fenſter im Herrenhauſe ge⸗ öffnet, und der Oberſt ſelbſt ſtreckte den Kopf heraus.
„Holla! Blomgpiſt! iſt Er's? Warum ſchlägt Er nicht an die Hausthüre? Laß Er hören, was Er für Neuigkeiten bringt!“ Und der Oberſt, deſſen ganzes We⸗ ſen die eifrigſte, wenn auch nicht zarteſte Ungeduld ver⸗ rieth, winkte heftig mit der Hand. Der Bediente eilte mit einer tiefen Verbeugung zu dem Fenſter.
„Kommt Er eben jetzt in der Minute, Blomqpiſt?“
„Ja, wenigſtens ſind noch nicht viele vorüber, Herr Oberſt, der alte Baron iſt bedeutend ſchlimmer gewor⸗ den, ſeit der Herr Oberſt geſtern abreiste, und Ihre Gnaden von Tjällstorp haben mich mit einem Brief an die Frau Baronin hergeſchickt.“
„Blieb denn meine Schwägerin dort uber Nacht? Der Wagen war ja vorgefahren, als ich abreiste.“
„Ja, aber gleich darauf bekam der Baron einen ſehr heftigen Anfall; deßhalb wurden die Pſerde wieder ausgeſpannt und Ihre Gnaden blieben.“
„Wart Er, Blomgpiſt,— ich werd' Ihm ſelbſt öffnen und den Brief abnehmen.“
„Den Brief, Herr Oberſt, habe ich ſchon dem Gu⸗ ſtav gegeben, er trug ihn wohl gleich zu Ihro Gnaden.“ Der Oberſt zog die Augbraunen zuſammen.„Welche


