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leiten ließ, war die Art und Weiſe ſelbſt, wie ſie dieſe Verſuche in's Werk ſetzte, welche ſie dann ſtets für neu hielt, obſchon ſie in der That mit einigen unbedeutenden Scenen⸗Veränderungen ſo vollkommen die nämlichen wa⸗ ren, die ſie ſchon im Anfang gebraucht hatte. Daß ihr Mann gewöhnlich bereits in den erſten fünf Minuten wußte, wohin ſie zielte, und ſich nach Umſtänden in den Vertheidigungsſtand ſetzte.
Die Erbfünde der Neugierde, die man mit gutem Grunde für eine der Hauptverwirrungen im weiblichen Leben anſieht, ſollte beſonders von allen zur medieini⸗ ſchen Fakultät gehörigen Unterröcken weit fortgewieſen werden. Die Frau eines Arztes darf nicht neugierig ſeyn: Sie kann damit mehr Schlimmes anrichten, als jede andere. Die Vermuthung iſt ſehr nahe mit der Neugierde verwandt; und um der letztern Licht zu ver⸗ ſchaffen, genügt ſehr oft die erſtere. So kann eine Feuersbrunſt durch einen ganz kleinen Funken entſtehen, und Feuersbrünſte ſind, wie man weiß, recht dazu ge⸗ eignet, Unordnungen hervorzubringen.
„Ich werde ein Butterbrod und einen Schnaps neh⸗ men, ehe ich ausgehe,“ ſagte der Doktor und legte Hut und Stock hinweg.
„Ich glaubte, Du ſeyeſt bereits ausgegangen, mein Schatz,“ antwortete die Frau lächelnd.
„Aber ich komme zurück, wie Du ſiehſt. Haſt Du etwas Kaltes im Schenktiſch, meine liebe Henriette?“
Frau Henriette ſah ſo ſanft aus, wie die erſte Lerche im Frühling. Sie tiſchte Butterbrod mit Lachsſchnitten auf, und ging dann um das noch nicht ganz abgegeſſene Gerippe eines Birkhuhns zu holen.
Doktor Manning, obſchon gewiß kein Vieleſſer, hatte doch eine große Vorliebe für tüchtige Frühſtücke; und es war eine Luſt, wenn man ſah, mit welch' freundlichem Wohlbehagen er jeden einzelnen Leckerbiſſen betrachtete, den ihm ſein Weib von der Speiſekammer auf den Tiſch brachte. „Das iſt ſehr ſchön, liebe Henriette,“ ſagte er ver⸗
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