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„Guter Gott, großer Gott!“ ſagte Frau Manning und holte tief Athem,„wer mag das wohl ſein, der ein ſolches Aergerniß gibt? Ja das ſind ſaubere, dieſe vor⸗ nehme Damen! Gibt es denn nicht geheime Zimmer genug in Stockholm, ſondern muß gerade unſere ehrbare Stadt einen ſolchen Zufluchtsort abgeben! Das arme Weib iſt doch wohl ſehr unglücklich in ihrer Einſamkeit, da ſie jetzt von dem feinen Herren verlaſſen iſt, der ſie hieher führte Aber in Jeſu Namenl iſt denn die Björk⸗ man ſeither gar nicht ausgeweſen?“ „Ei freilich, liebes Frauchen, war ſie mehrmals aus. Die Johanne hat genau aufgepaßt, aber ſehen Sie, da nimmt ſie immer den Schlüſſel mit.“ „Immer beſſer— da kann ja die Frau drinnen liegen und vor Mangel an Hülfe umkommen! Nein, das geht nicht an, und ich werde erfahren, wie ſich die Sache verhält, und wenn ich auch ſelbſt hingehen müßte,“ verſicherte die Frau Doktorin in einem Tone, der bewies, daß ſie die Befriedigung ihrer Neugierde mit jedem Opfer erkaufen wollte. „Nun, für die liebe Frau wird das wohl eine leichte Sache ſeyn,“ ſchmeichelte die Weſtergren: nder Herr Doktor iſt ja jetzt dort.“ „O ja, freilich; aber unglücklicher Weiſe iſt mein Mann, ſo gut er auch ſonſt iſt, doch bisweilen ein wenig eigenſinnig. Doch gleichviel, ich muß mit der Sache in's Klare kommen, darf nicht ſo leicht hingehen! Wer weiß⸗ was das für eine Dame ſeyn kann: vielleicht ſogar ein Hoffräulein oder eine Gräfin, die ihrem Manne entführt wurde? E iſt ſchrecklich, daß ſo etwas noch in unſern Tagen geſchehen kann; aber ganz gewiß werden es⸗ vor⸗ nehme Leute ſein.“ „Ja, liebe Frau, und ganz außerordentlich vornehme; denn ſolche Vorſichtsmaßregeln nimmt man wahrhaftig nicht bei geringen Leuten.“—
„St... ſtill! ſtille, liebe Madame Weſtergren! ich höre meinen Mann an der Vorthüre! Gehen Sie hier
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