Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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defecte Ladenz lorene

VII nicht pflücken und die Abendſonne in ihrem naſſen Spiegel bewundern. 1

Innig verwandt mit dieſer Lebendigkeit iſt die Leichtigkeit, die Natürlichkeit ihrer Ueber⸗ gänge; ein Umſtand, der nur zu oft verkannt wird, weil wir glauben, es könne ja gar nicht anders ſeyn, als eben ſo, und nicht bedenken, daß gerade dieſe Empfindung das höchſte Lob für die Kunſt des ſchöpferiſchen Geiſtes iſt.

Und wie mu die dramatiſche Lebensquelle das Ganze durchdringt, ſo ſind es die Cha⸗ raktere, welche mit ihrem Gefolge von Ge⸗ danken und Gefühlen die Hauptparthien ſelbſt bilden. Und da ſie keine der eleganten Damen iſt, die ihre Welt einzig aus den Salons holen und nur ungern und nothgedrungen zu der Stube des Bürgers und Bauers herabſteigen, ſondern mit ihrem Geſichtskreiſe alle Stände umfaßt, ſo bietet ſie uns auch hier Natur und Mannig⸗ faltigkeit dar. Da ſehen wir Männerherzen, ſtarr wie die Felſen und finſter wie ihre Tannen⸗ wälder, aus denen Adler, die Kinder der Sonne,

emporſteigen, begeiſterte Juͤnglinge wie Götter⸗

bilder in ſtille Haine verſteckt, Zaubernirxen in ſchimmernden Grotten und zarte Mädchengebilde