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daß Ragnar mir nicht böſe war? Er merkte es gewiß, daß ich Dich ein wenig mehr lieb habe, als vielleicht recht paſſend iſt— ich ſage das ſo aufrichtig und de⸗ müthig, denn ich weiß, Du biſt nicht wie Andere, und ich könnte nicht ganz ruhig ſterben, wenn ich wüßte, daß Ragnar mir nicht gut wäre.“ 3
„Nein, Calle, ſei Du überzeugt, daß Ragnar Dich liebt als ein redlicher Bruder! Er ſah es recht gut, daß Dir Niemand ſo zu Willen handeln konnte wie ich, aber er ſagte mir oft und beſonders kurz vor ſeiner Abreiſe...“
„Was ſagte er?“
„Magda, ſagte er, verlaß niemals den Calle— er iſt eine ehrliche und fromme Seele, der ſeine Freude hat, wo Du biſt. Aber Calle iſt nicht derjenige, welcher mir mit Worten und Gedanken zu nahe treten will, und ſo will auch ich ihm auf keine Weiſe in ſeinen Gefühlen zu nahe treten, ſondern dieſelben gleichſam mit ihm thei⸗ len, denn das verdient er. Und das kannſt Du ihm ſagen, ſetzte er hinzu, wenn er ſich um meinetwillen viel⸗ leicht einmal beklemmt fühlen ſollte.“
„Sagte er wirklich jedes Wort?“
„So wahr ich lebe und ihn dereinſt zu treffen hoffe!“
„Und Du haſt das Verſprechen gehalten und mich nicht verlaſſen! Wirſt Du das aber auch thun, ſo lange ich den Kopf noch aufrecht zu halten vermag?“
„Ich verlaſſe Dich niemals!“
„Und wenn es zu Ende geht,“ fuhr er mit leiſerer Stimme fort,„ſo ſollſt Du allein mir zu trinken geben und nicht zulaſſen, daß ein Anderer mein Kopfkiſſen an⸗ greift... und wenn der Todeskampf kommt, ſo will ich, daß Du meine Hand halten ſollſt wie jetzt, damit ich fühle, daß Du mir nahe biſt bis an mein Ende... und dann ſollſt Du(willſt Du das nicht?) ſelbſt meine Au⸗ gen zudrücken und einen ſchönen Geſang über mich beten!“
Auf alle dieſe rührenden Bitten, die noch erhöht
wurden durch die blöde Liebe in ſeinem Blick, antwortete Magda treufeſt und mit Thränen:
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