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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
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„Grauſame Magda!..“ Der Patron wagte es, ſeine Hand auszuſtrecken.

Aber Magda ſtieß dieſelbe ganz unſanft zurück.

„Keine krummen Wege länger!... Und nennen Sie mich nicht Magda— ich führe den Namen meines Mannes und ſchäme mich dieſes Namens nicht!“

Gottlieb hatte alle mögliche Mühe, ſich des Lachens zu enthalten, als er ſeinen verliebten Onkel, unaufhör⸗ lich rückwärts getrieben von der jungen Frau, auf eine etwas genirte Weiſe durch das Fenſter zurückkommen ſah, und er war nahe daran, hinzueilen und ihn in ſeinen Armen zu empfangen, als Magda's Stimme ihn zurückhielt.

„So, jetzt geht es, ein Wort mit einander zu re⸗ den!— Ich will hoffen, daß der Herr Patron ſich keinen Schaden gethan haben!“

„O, das iſt einerlei— ein ſo hartes Herz, wie das Ihrige, wird weder durch mein Leiden, noch durch meine Aufopferung gerührt!“

„Ich will Ihnen ein Wort ſagen, Herr Patron: es iſt verlorene Mühe, an mich zu denken. Ich kann wohl ein wenig Mitleiden haben mit der Thorheit eines Menſchen, wenn es nämlich nicht böſe gemeint iſt, doch...“

„Meine ich's denn böſe?— Setzen Sie mich auf die Probe!“

„Darauf gehe ich ein! Wollen Sie in allen Ehren den Vater auslöſen, ſo will ich Ihnen gerne für einen ſo großen Dienſt zu danken haben.“

„Und kein anderes Zeichen der Dankbarkeit?“

„Nicht ein Viertelzeichen mehr!“

„So reichen Sie mir wenigſtens die Hand, um die Thränen abzuwiſchen, welche meine Augen bren⸗ nen.. Ich bin ein ſchwacher, ein elender Wicht— ich weiß das— ich kann weinen, da man nich ver⸗ höhnt! Doch einerlei..., geben Sie mir Ihre Hand nur auf einige Minuten!“