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„Alſo liebſt Du immer noch das junge Mädchen?“
„Ich weiß nicht, ob ich ſie liebte, da ich ging, aber ich weiß, daß ihr Bild meine beſtändige Geſell⸗ ſchaft auf der Reiſe geweſen iſt, und daß ich ſie noch heute wiederſehen will.
„Um ihr dieſen Wahnfinn zu ſagen?“
„O nein, das wäre unwürdig, da ich ihr nicht mehr ſagen kann.“
„Nun, dem Himmel ſei Hanf r ſtehſt doch we⸗ nigſtens ein, daß es unmöglich iſt
„Was denn? 24
„Daß Du ſie hetrathen kannſt⸗.
„Für unmöglich halte ich das keineswegs; da es aber ungewiß bleibt, ob ich Nanny noch zu meiner Frau zu nehmen wünſche, wenn ich mich verheirathen kann, ſo iſt es für uns Beide das Beſte, es bei der Freundſchaft bewenden zu laſſen.“
„Hörſt Du, Gottliebchen! Bisweilen redeſt Du ſo klug, daß es ſich vielleicht der Mühe lohnt, Dir einen Vorſchlag zu machen!“
„Nun?“
„Wenn meine Ahnung mich nicht täuſcht, ſo iſt es nur Mitleiden, was Dich zu dem Mädchen zieht. Wenn ich es nun übernehme, füͤr den Alten die Strafe
zu bezahlen, wenn ich Dir ferner verſpreche, daß ich für
Nanny's Zukunft ſorgen will— und Du weißt, daß ich mein Wort nicht breche— willſt Du Dich da ver⸗ pflichten, ſie niemals wiederzuſehen?“
„Nein, das will ich keinesweges!... Sie würde ſehr betrübt ſein, wenn ich ſo ſchändlich handelte.“
„Halsſtarriger Jüngling, Du zwingſt mich, Dir zu ſagen, daß die Pflicht gegen Deine Mutter, meine Schweſter, mich hindert, Dich länger auf Almwik zu len— ich will keine Schuld an Deinen„ebliritten haben!“
„Nur noch einige Tage,“ antwortete Goktlieb, ohne den allergeringſten Verdruß zu zeigen,„und ich habe


