dahin
ieben, wenn inige aſſen die
ver⸗
eide ſa⸗
ffen
alzer als
61
„Mir?“ flüſterte William, als ſie ungeſtört waren. „Ach Fräulein Marie Luiſe, wie ſoll ich Ihnen danken?“
„Ich weiß nicht, ob es überhaupt etwas zu dan⸗ ken gidt. Ein ſo tanzſüchtiges Weſen wie ich ſitzt nicht gerne; ich fürchtete, es würde mich Niemand auffordern.“
„Muß denn das Fräulein,“ ſagte William warm, „ſtets ein halb Dutzend froſtige Worte bei der Hand haben, um die Freude eines einzigen Freundlichen ſo⸗ gleich wieder abzukühlen?“
Die Muſik begann zu ſpielen. Marie Luiſe zog ihre Handſchuhe an.
„Sie werden mir die Antwort ſchuldig bleiben mein Fräulein,“ fuhr William fort, indem er ſich er⸗ hob und ihr die Hand bot. Aber während der Pro⸗
menade nach dem beſtimmten Platz ſagte ſie freund⸗
lich:„Ich nehme jetzt keine Rechnungen mehr an. Alles, was vor der Francaiſe paſſirt iſt, muß nach derſelben abgeſchrieben werden.“
„Aber,“ wandte William ein,„noch hat ſie ja nicht angefangen, das Fräulein hätte alſo vollkommen Zeit, die Frage zu beantworten.“
„Verlangen Sie nie, daß ein Frauenzimmer auf eine Frage ſich erinnere, wenn ſie auf den Beginn einer Francaiſe wartet, denn das beweiſt, nur daß der Herr Ingenieur die Frauenzimmer nicht kennt.“
Ihre Miene und ihr Blick waren ſo bezaubernd, als ſie dieſe Worte ſprach, daß William ſeinerſeits ihr die Antwort ſchuldig blieb. Unaufhörlich folgte er ihren geringſten Bewegungen, als ſie leicht und graziös im Tanze dahinſchwebte, und jedesmal, wenn ſie an ihren Platz zurückkehrte, ſpielte ein unſchuldiger Scherz auf Marie Luiſens ſchönen Lippen.
Unſer Ingenieur gab die Hoffnung auf, dießmal ein ernſtes Wort zu bekommen.„Aber warte,“ dachte er,„der Neujahrsabend ſoll mir günſtiger werden.“
—
5 8
—ͤͤͤͤ


