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„Ei, von der Hauptſache: das Waſſer muß ja vom Bo⸗ den herabkommen!“
„Das Waſſer vom Boden herab?“
„Freilich— man ſchneidet ein Viereck aus dem Bretter⸗ boden und wenn ich unten in der Wanne ſitze, regnet das Waſſer in friſchen, prächtigen, wohlthuenden Strahlen auf mich herab.“
„Ich habe bis jetzt geglaubt, daß meine Geduld nie zu Ende gehen würde, aber wiſſen Sie auch, Herr Rittmeiſter, daß ich dieſem Punkte ſehr nahe zu ſein fürchte?“
„Gewiß nicht, Madame, das hieße Ihre eigene hochſinnige Seele verkennen. Ich will nicht von einer außerordentlichen Miethe ſprechen— das wäre erſtens undelicat und zweitens läßt ſich die Mühe, die ich Ihnen verurſache, nicht bezahlen. — Aber denken Sie, welch' eine Genugthuung für Sie, wenn ich durch dieſe Waſſerkur, die wohl noch Keiner hier am Orte vor mir angewandt hat, vollkommen geneſen würde, und das in Ihrem Hauſe!— Was ich ſuchte war: Recreation und Revolution, meine Nerven bedurften der Erſchütterung, um nicht ganz zu erſchlaffen. Nun aber habe ich dieſe in ſo überaus reichlichem Quantum erfahren, daß ich darauf bedacht ſein muß, in ein ruhiges Stadium einzutreten.“
Meine Mutter blickte ihren Miethgaſt forſchend an und es flog gleichſam ein Schatten über ihr helles, klares Auge. Djeſer biedere, ehrenwerthe, im Stillen wohlthätige, aber durch und durch ſonderbare Mann, glaubte ſo feſt an Alles, was er zur Wiedererlangung ſeiner Geſundheit, die ihm ſtets im Sinne lag, für nothwendig erachtete, daß ſein ganzes Weſen dadurch etwas Kindiſches, Lächerliches und dabei doch den Anſtrich von Glaubwürdigkeit erhielt.
„Ja, ja, ich verſtehe dieſen Blick recht gut. Aber Sie können mir glauben, daß ein Mann, wie ich, die Geſundheit des Körpers und der Seele nach beſtimmten Regeln behandelt,
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