Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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befinden, kann.“— „Concordia— wie Unrecht Du ihr thuſt— und Engel bert, für den ich kaum das Intereſſe fühlen kann, was ich ihm als Anverwandte ſchuldig bin.“ „Aber Dein Vater, ein ſonſt ſo ehrwürdiger Mann, iſt ſchwach genug, zu wünſchen, daß ſeine altadelige Familie durch

den Herrn Kornet fortgepflanzt werde. Und wenn ich dente

daß Du——“

„Still, Lauritz, Du läſterſt! Wer will ſich darüber wun⸗ dern, daß mein Vater ſeinen Namen fortleben zu ſehen wünſcht! Ich hoffe auch, daß ihm dieſer Wunſch erfüllt werde, da Engelbert C Concordia nicht ſelten mit wirklichem Intereſſe an⸗ ſieht, und auch ſie ihm nicht abgeneigt ſein würde.

„Nein, nein!“ erwiderte der junge Capitain erröthend, „Concordia liebt Deinen Vetter nicht!“

„Glaubſt Du denn, daß ſie des Paſtors Adjunct be⸗

günſtigt?“

„Ich glaube nichts, meine geliebte Juanna, aber ich weiß, daß ich Dir die Wahrheit geſagt habe, als ich erklärte, daß ich dieſe beiden Perſonen in Deiner Umgebung fürchte. Gott

gebe, daß ich Unrecht habe.— Aber ſieh, die Sonne iſt unter⸗ deſſen ſo hochgeſtiegen, daß ich dieſe Stunde nicht zu verlän⸗ gern wage, die ich Dir und mir verbittert habe.“

„Gerade deshalb mußt Du noch einige Minuten verwei⸗ len, mein Lauritz. Iſt es durchaus nothwendig, daß Du heut reiſeſt; kannſt Du es gar nicht ändern?“

„Wie hart, die Bitte abſchlagen zu müſſen, die in Deinen Augen liegt, meine liebe Juanna! Ich muß leider vor morgen⸗ früh in Gothenburg ſein, da das Fahrzeug alsdann gelöſcht iſt und die Ladung beginnt. Je mehr ich zu thun habe, deſto raſcher hoffe ich die vier Monate zu tödten, die mich von meinem Glücke trennen.“ 4

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