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Stimme abgegeben hatte; und da dies Gaukelſpiel ſie zu un⸗ terhalten ſchien, mochte es vor ſich gehen.
„Nun gebt mir eine Schale mit Waſſer! Und dann rührt Euch nicht, bis ich eins— zwei— drei geſagt habe. Wenn ich drei ſage, ſo kehrt Euch um!“
Nachdem dieſe Befehle der Sybille pünktlich erfüllt waren, wickelte ſich ihre Geſtalt aus einem ungeheuren Shawl heraus, der von ihrem Haupte bis auf die Erde niederhängend, ihr das Anſehen eines beweglichen Zeltes gab und wenn ſich Je⸗ mand vor der Zeit umgedreht hätte— das Geheimniß der innerhalb deſſelben vorgehenden Verwandlung dennoch bewahrt haben würde.
Volle zehn Minuten wurden Erwartung und Neugier auf die Folter geſpannt.
Da erſcholl plötzlich das Signal:„Eins— zwei— drei!“ Wie der Blitz drehte ſich das Brautpaar und der ganze um⸗ ſtehende Kreis herum; und wie ein Blitz traf ſie der Anblick, der jetzt ihrer harrte.
Es war als wäre eine zweite„Papagena“ aus ihrer garſtigen Hülle gekrochen.
Die alte Hexe war in eine junge, blühende, bernſteinfar⸗ bige Zigeunerin verwandelt, die in einer mit ſchimmernden Glasperlen, Meſſingſchmuck und Steinkohlenknöpfen überſäeten Gewande vor den erſtaunten Zuſchauern ſtand.
Alle Anweſenden ſtießen einen Schrei aus. Jörgen ſtand wie eine Bildſäule und nur Guri, die das Ganze für eine Beluſtigung, ihr zu Ehren, hielt, wagte zu lachen. Als aber eine junge, friſche, wiewohl ernſte Stimme, folgende Beſchwö⸗ rung anhob, die alle ihre Illuſionen in die Flucht jagte— da verſtummte dies Lachen.
„Hört mich,“ ſprach die bernſteinfarbene Schönheit mit kräftiger Stimme,„hört mich, und dann urtheilt!— Seht Ihr den Mann, deſſen Vermeſſenheit eben noch ſeines Gleichen
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