Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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den Abend zu treffen hatten, hielten ſich von den Frauen und Mädchen entfernt.

Jörgen Kon ſtand ſchon früh Morgens, mit dem Barette unter dem Arme in dem Zimmer des Patrons. Der Gegen⸗ ſtand ſeines Anliegens machte ihn nicht verlegen und ſomit redete er freimüthig, wie folgt:

Ich will ehrlich bekennen, wie die Sachen ſtehen. Ich will von jetzt an ſolide werden und ein Andrer, als ich bisher geweſen. Ich habe Gefallen an Frau Guri Anundſſon gefun⸗ den; ſie hat eingewilligt, ſie iſt mündig, ihr eigener Herr, und Keiner hat ſich ſomit um ihr Thun und Laſſen zu kümmern. Dennoch will ich ſie nicht mit Gewalt nehmen, und frage des⸗ halb den Herrn Patron, wann er ſie entbehren kann? Natürlich je eher, deſto lieber.

Guri hat ſchon mit mir geſprochen und ich habe ihr

meine Anſicht von der Sache geſagt, nämlich: daß ſie es be⸗

reuen wird. Sie iſt aber, wie geſagt, ihr eigener Herr.

Wenn Ihr die Wohnung für ſie in Ordnung habt, ſo kommt

und ſagt Beſcheid. Ich will Euch kein Hinderniß in den Weg legen, ſondern wünſchen, daß Euer Betragen in Zukunft aus⸗ weiſen möge, daß ich Unrecht gehabt habe.

Das will ich Ihnen zeigen, Herr. Ich bin auch nicht ganz ſo ſchlecht wie es ausſieht. Ich habe viel Unglück und Kummer erlebt. hier zitterte ſeine Stimme und ſeine Augen wurden von einem feuchtem Nebel verſchleiert.Ehrlich ge⸗ ſtanden, fügte er hinzuich ſuchte dieſen Kummer im Trunk und in einem wilden, wechſelvollen Leben zu vergeſſen. Jetzt ſchwöre ich Ihnen aber daß ich die redlichſte Abſicht habe, ein rechtſchaffner Unterthan der ſchwediſchen Krone zu werden und ebenſo geachtet, wie ich bisher gefürchtet war.

Das war gut geſprochen. Habt Ihr Eure Papiere in Ordnung, die Ihr mir zeigen könnt?

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