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„Aha, der Bürgermeiſter iſt fortgegangen!“ rief der Apotheker lächelnd und warf dem Neuangekommenen das Zei⸗ tungsblatt hin.„Nun, nun, meine Herren, Sie begreifen, daß ein Bürgermeiſter ſeine Gedanken nicht ſo frei ans Licht bringen darf, wie unſer Einer. Er repräſentirt gleichſam die Sonne und muß ſich deshalb nach ihrem Glanze richten; legt ſie einen Trauerflor an, ſo muß er ſich ebenfalls in eine Wolke hüllen. Mich ſollen ſieben Donnerwetter mit Bomben und Granaten und Blitz und Hagel holen, wenn ich Bürgermeiſter ſein möchte, und wenn ich auch einen dreimal ſo hohen Sold hätte, als dieſer Ehrenmann. Nein, meine Herren, lieber Waſſer und Brod, als eine gebundene Zunge!“
„Ich fuhr geſtern nach Blomsholm hinaus,“ begann ein Kaufherr,„um dem Prinzen von Heſſen eine unbedeutende Klage vorzulegen, und ich muß geſtehen, daß ich niemals einen Mann von ſo würdevollem und einfachem Weſen ge⸗ ſehen habe. Ich ſtimme deshalb Boman und Strömſten aus vollem Herzen bei, wenn ſie ihre Seele zum Pfande ſetzen möchten, daß die verfluchte Unglückskiſte nur ärztliche Inſtru⸗ mente enthält. Hat nicht unſer lieber Bruder— der Sprecher wandte ſich ins Zimmer hinein, wo der Doctor ſaß und ein Recept ſchrieb— hat nicht unſer Bruder Zangen und Lan⸗ cetten und Meſſer und Sägen in Menge?— Was gehört da nicht zu einer ganzen Armee!—“
„Weiſe geſprochen, Du neuer Salomo! Es thut mir leid, daß ich nicht die Zeit habe, um allen eſelhaften Doector⸗ ſeelen, die mit zu Rath geſeſſen haben, den Hals umzudrehen. Aber ich glaube meiner Treu, daß derſelbe ohne Aerzte zu⸗ ſammengeſetzt geweſen iſt und ſomit als eine Filialabtheilung vom Conſeil des Großmoguls angeſehen werden kann.— So, nun iſt das Recept für den norwegiſchen Oberſtlieutnant ge⸗ ſchrieben; es thut mir leid, daß ich ihn verlieren ſoll, und ich werde deshalb keinen Schilling Gebühr von ihm annehmen—“


