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aus dieſem Ereigniſſe lernen, ſo findeſt Du wenigſtens eine neue Urſache zur Verehrung der Geſinnung und des Herzens Deines theuren Königs darin. Schau, wie andre Länder noch jetzt unter der blutigen Tortur und den unmenſchlichen, pein⸗ lichen Verhören ſeufzen, während Dein weiſer Monarch dieſe Kinder und Ueberreſte der Tyrannei, ſchon bei ſeinem Regie⸗ rungsantritte für immerdar aus ſeinen Ländern verbannte.“*)
Die Zeitungsartikel veranlaßten durch ihre heimtückiſchen Anſpielungen einen heftigen Federkrieg. Dänemark erklärte die Sachen für das, was ſie waren, nämlich für chirurgiſche In⸗ ſtrumente, denen dieſer oder jener Regimentsprofoß einige Ket⸗ ten beigefügt hatte. Die Auslegung war aber zu einfach, um Gefallen und Glauben finden zu können, beſonders da„London⸗ Chroniele“ ſchließlich ein Certificat brachte, welches von den Perſonen, die in Gothenburg ein Inventar von den Gegen⸗ ſtänden aufgenommen hatten, unterzeichnet war.
„Das Einzige,“ ſagt der Verfaſſer der„Hiſtoria der Stadt Gothenburg“(ſelbſt ein Gothenburger, Namens Granberg),„das Einzige, was man mit Sicherheit hierüber ſagen kann, iſt, daß die Perſonen, welche das Inventar auf⸗ nahmen, wirklich ſelbſt davon überzeugt waren, daß dieſe Werk⸗ zeuge für die Tortur beſtimmt geweſen ſeien.“
Derſelbe Schriftſteller ſagt weiter über dieſe ſonderbare Angelegenheit.
„Anfang December 1788 las man in Nummer 198 des „Altonaer Mercur's“ einen von Chriſtiania datirten Brief, der eine Schilderung des Feldzuges unter dem Prinzen von Heſſen enthielt, welche ebenſo parteiiſch für die Dänen. als beleidigend für deren Gegner abgefaßt war. Einige Gothenburger Herren, die ihre Landsleute vor den groben Verläumdungen dieſes Brie⸗
.“) Die Tortur war ſchon vor hundert Jahren in Dänemark ab⸗ geſchafft worden. Carlen, Cam. obsc. I. 15⁵


