Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Durch ein wunderbares Zuſammentreffen las man gerade zur Zeit, als der Prinz von Uddevalla aufbrach, einen Brief in einer der Gothenburger Zeitungen vom 6. November, deſ⸗ ſen Beantwortung bald darauf ebenfalls in demſelben Blatte veröffentlicht wurde. Dieſe Briefe, welche damals ein unge⸗ heures Aufſehen machten und die abſcheuliche Inſtrumentenge⸗ ſchichte verhandelten, waren nach einem allgemein geglaubten Gerüchte, mit der Genehmigung des Königs veröffentlicht worden.

Wenn dies der Wahrheit gemäß iſt, ſo war es allerdings ein ſcharfer Pfeil, den der König ſeinem verſöhnten und aufs Neue gekränkten Feinde nachſandte.

Die beiden Briefe waren ſcheinbar zwiſchen Freunden. wovon der eine auf dem Lande, der andere in der Stadt wohnte, gewechſelt und lauteten wie folgt:

Nein, mein beſter Freund, ich kann unmöglich an die Wahrheit der hier auf dem Lande ausgeſtreuten Gerüchte glauben, daß ſich nämlich auf den aufgebrachten norwegiſchen Booten unter Anderem eine Kiſte-mit Büttel⸗ und Scharfrich⸗ terinſtrumenten befunden haben ſolle.

Ich ſelbſt bin freilich nicht Militair, aber es iſt mir von einem alten, erfahrenen und redlichen Krieger geſagt worden, daß es in unſerer aufgeklärten Zeit, wo Menſchenliebe und Ehrgefühl die unvermeidlichen Greuel des Krieges auf die edelſte Weiſe zu mildern ſuchen, ſchon ſeit lange nicht mehr bei den civiliſirten Nationen Sitte iſt, ſolche Werkzeuge der Grauſam⸗ keit und des Barbarenthums im Gefolge ſeiner Armee zu füh⸗ ren, indem man überzeugt iſt: auch ohne dieſelben Zucht und Ordnung in den Gliedern aufrecht halten zu können.

Aus dieſer Urſache habe ich jene Gerüchte für unbegrün⸗ det gehalten und geglaubt, daß die Befehlshaber der feindlichen Waffen dieſelben auch auf eine Weiſe zu führen verſtehen, welche mit den Gebräuchen und Geſinnungen unſres Zeitalters