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Der König hatte noch keinen Beſchluß über dieſe Er⸗ klärung und den dringenden Antrag, eine zweite Staffete an den Prinzen zu ſenden, gefaßt, als Baron Wrede mit der äußerſt feinen Antwort Sr. Durchlaucht, von Uddevalla zurückkehrte:
„In dieſer unruhigen Zeit, welche durch die Vermittlung der Höfe zu Berlin und London ihrem Ende zu nahen ſcheint, konnte mir nichts zu größerer Freude gereichen, als einen Brief von Ew. Majeſtät eigener Hand zu empfangen. Aber Schmerz und Erſtaunen waren gleich groß, als ich erfuhr, daß man Ew. Majeſtät Liebe zu Dero Unterthanen gemißbraucht und falſche Berichte über Erpreſſungen erſtattet hat, die von den Truppen, welche ich zu commandiren die Ehre habe, ausgeführt ſein ſollen; während ſich ein Jeder davon überzeugen kann, daß in den Provinzen, wo ſich genannte Truppen aufhalten, kein Haus ge⸗ plündert, kein Garten verheert, ja kein Zaun niedergeriſſen worden iſt. Wir haben keine Lieferung an Fourage verlangt, ohne ſie, anfangs in baarer Münze und ſpäter in Reverſen, zu bezahlen; und ich wage zu behaupten, daß in keiner Armee ſtrengere Zucht gehalten werden kann. Für einige Marodeurs oder Stallknechte, die auf eigene Hand fouragirt oder ſonſtige Unordnungen begangen haben, kann ich nicht verantwortlich ſein. Ich kann Ew. Majeſtät jedoch in aller Ehrerbietung verſichern, daß alle Klagen angehört worden, daß denſelben möglichſt abgeholfen worden iſt, und daß Se. königl. Hoheit der Kronprinz, wo die Beweiſe fehlten, die Klagenden ſelbſt ge⸗ tröſtet und aus eigenen Mitteln den Betrag des Schadens reichlich erſetzt hat.
„Ich erdreiſte mich nicht, auf die Declaration, welche mir durch den Baron Wrede mit dem Schreiben Ew. Majeſtät ein⸗ gehändigt wurde, zu antworten, ſondern halte mich an den neunten Artikel der Convention, nach welchem alle Zwiſtigkeiten, welche in Betreff der unverbrüchlichen Aufrechthaltung des Ver⸗ 14*


