Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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J.

Der Freundſchaftsbund.

Aberglaube und Hypochonderie, dieſe beiden, ſo oft vereinten Bundesgenoſſen, dieſe ſtarken Mächte, welche, von lauter Schwä⸗ chen erzeugt, ſich dennoch zu Herrſchern über die Vernunft er⸗ heben, ſuchen ſonderbar genug, weniger oft ſchwache, als ſtarke, kraftvolle und thätige Perſonen heim; obgleich Erziehung, Le⸗ bensſtellung und alle anderen Verhältniſfe derſelben ebenſo viele Schutzwachen gegen dieſe ungebetenen und aufdringlichen Gäſte zu ſein ſchienen.

Ein mächtiger, feuriger Geiſt, dem man ſeinen altnordiſchen Urſprung anmerkte, lebte und wirkte in dem Manne, aus deſſen Leben ich verſchiedene Bilder zu zeichnen beabſichtige. Geboren am Strande der Nordſee, auf ihren Wellen groß gewiegt, lisbte er ihre Stürme, die wilde Macht ihren ehemaligen Kämpen, und dachte nicht daran, ihr jemals untreu zu werden. Sein

Vater war Seefahrer, alſo mußte auch er es werden; und als

er aus einer freien, abhärtenden Kindheit in das Jünglingsalter überging, glaubte er, ebenſo leicht, wie ſeine Väter, reiche Schätze aus den fernen Ländern heimbringen zu können, wohin die Schwingen ſeiner Phantaſie ihn ſo oft getragen hatten.

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