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Binnen sechs Wochen : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwedischen übers. von G. Fink
Entstehung
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zückt hat,“ fiel Edwin mit ſchadenfroher Miene ein, „weißt Du wohl, von wem er iſt?“

„Was macht mir das aus?“

„Wenn er von einem andern Liebhaber wäre!“

„Welch ein verdammt dummer Einfall!“

„Welch ein verdammt gnter Einfall von ihr, ihn durch Dich abholen zu laſſen!“

„Wie doch der Neid ſchwarze Gedanken erfinden kann!“

„Und wie die Einfalt, wenn ſie ſich mit Selbſt⸗ ſucht paart, gegen alle Vernunft blind ſein kann!“

„Ich bekümmere mich nichts um Deine Anſpielung in Beziehnng auf das, was mich betrifft, aber Dn willſt das reinſte Weib einer Niederträchtigkeit beſchul⸗ digen.“

„Nein, nein, blos einer Handlung, die ihrem Witz alle Ehre macht.“

„Ich ſage Dir gleichwohl, daß es eine Niederträch⸗ tigkeit wäre, wenn ſie juſt jetzt, wo die ganze Welt glaubt, daß ſie ihren Gatten betraure, ſich damit abge⸗ ben könnte...“

„Armer Narr, würdeſt Du auch glauben, daß ſie dieſe Bezeichnung„niederträchtig“ verdiente, wenn ſie Dich oder mich erhörte? Nun wohl, warum kann ſie nicht einen Dritten erhört haben, der uns zuvorgekom⸗ men iſt?“

„Du wirſt mich nie dazu bringen, dieſer ſchmutzi⸗ gen Iuſinuation Glauben zu ſchenken...“

„Jetzt wirſt Du ja ganz verrückt... ſchmutzig?

„Genug, dieſe junge Wittwe iſt ein wahrhaft edles und reines Weſen; ich verehre ſie ebenſo ſehr, als ich ſie liebe, und ich will ſie keine Secunde länger dadurch beleidigen, daß ich Dir zuhöre.“

„Nun, nun, ich weiß ja gar nichts... laß uns die Aufſchrift betrachten!“

„Ja betrachte ſie. Verſtehſt Du Dich ein klein wenig auf ſolche Dinge, ſo verſtehſt Du wohl, daß