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zuſchauen und zu ſehen, wer ſo früh und mit ſolcher Haſt ankam.
„Was Teufels bedeutet das?“ murmelte er.„Victor iſt mit Staub bedeckt, als käme er von...“
Edwin kam in ſeinen Grübeleien nicht weiter, denn mit drei Sprüngen war der Bezirksamtmann vom Pferde herab und ſtand an ſeinem Fenſter, das nicht ſonderlich hoch vom Boden war.
„Biſt Du neugierig?“ fragte der Juriſt, indem er einen Brief mit der Aufſchrift: An die verwittibte Frau Mathilde Bendelvik, in die Höhe hielt.
„Was bedeutet das?“ fragte Edwin, ſeine Hand ausſtreckend.
„Das bedeutet, daß ich weit mehr Glück habe, als Du Dir in Deiner Einfalt einbildeteſt,— oder hat ſie Dir etwa auch einen beſondern Auftrag ertheilt?“
„Du haſt dieſen Brief nicht mit ihrem Willen be⸗ kommen,“ antwortete der Rektor mit einer an ihm ganz neuen Heftigkeit.
„Meinſt Du?“
„Jetzt war es Victor, der eine höhniſche Miene annahm.
„Nimm Dich in Acht, daß Du Deine Narrheiten nicht gar zu weit treibſt! Einen Brief...“
2. Un deſſen Abholung man von der ſchönſten der Schönen gebeten wird. Den holt man ab— was iſt natürlicher?“
„Du gebeten worden!“ Der Rektor zuckte verächt⸗ lich die Achſeln.
„Armer Bruder, ich reſpectire Deinen Unglauben: er iſt in Deiner Lage ſehr verzeihlich.“
„Hör einmal, Victor, jetzt in allem Ernſt: wie haſt Du den Brief bekommen?“
„Auf dem Poſtcomptoir in der Stadt.“ „Ah, ich verſtehe, der Poſtmeiſter ſchickte ihn Dir


