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mem Geſchwatze ſtörſt... bekümmere ich mich etwa da⸗ rum, wie ein Fremder ausſieht?“
„Aber Madame, ich verſichere Sie...“
„Still und verſchone mich künftig mit den Ent⸗ deckungen, die Du machſt.“
„Ei mein Gott, ich will ja ſchweigen, ich will ge⸗ wiß nicht vergeſſen, wer ich bin. Aber ich glaubte, es würde ſo werden, wie Sie ſagten, Madame, als Sie mich überredeten mit Ihnen in dieſe Wildniß zu kom⸗ men, nämlich daß ich mehr Geſellſchafterin als Kam⸗ merjungfer ſein ſollte.“
„Das darfſt Du auch ſein, wenn ich Luſt nach Geſellſchaft habe; und ſobald mir dieſe Luſt kommt, werde ichs Dir ſagen.“
Die Gebieterin machte eine Bewegung mit der Hand.
Und ohne noch ein einziges Wörtchen zu wagen, verfügte ſich Mamſell Sophie hinaus.
Sobald Mathilde allein war, kniete ſie auf ein ſchwarzes Sammtkiſſen nieder, das vor dem Sopha lag.
1 Ihre Augen waren auf ein Porträt geheftet, das über dieſem Sopha hieng. Es war das Bildniß ihres Gatten.
Und wäre Mathilde katholiſch und das Gemälde ein Heiligenbild geweſen, ſo hätte ſie nicht eifriger beten können, als ſie jetzt zu thun ſchien.
Aber inwiefern ihr Gebet einer baldigen Vereini⸗ gung mit dem Original dieſes Bildes oder vielleicht einem andern Intereſſe galt, darüber vermögen wir kei⸗
en Aufſchluß zu ertheilen.
So viel iſt jedoch gewiß, daß die Thränen der jungen Wittwe mehr einer convulſtviſchen Verzweiflung
glichen, als dem ſtillen, ernſten Kummer, welcher 6c
der Hoffnung auf baldiges Wiederſehen im Himmel hingibt.
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