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taub für die Stimme der Natur; aber Sie, menſchenfreund⸗ licher, guter, rechtſchaffener Mann, Sie werden eine Verbin⸗ dung von mir abzuwenden wiſſen, die das Unglück meines Lebens machen würde. Herr Tyrell hat meine Achtung, aber ich kann ihn nicht lieben; mag er ſich eine Gattin ſuchen, die ihn glücklich machen kann; ich kann es nicht.“”—
Der Pfarrer erhob ſie mit Güte und wollte ihr einige tröſtende Worte ſagen, als ihr Vater, ſchäumend vor Zorn, ihren Arm ergriff, ſie heftig ſchüttelte und ihr bittere Vorwürfe machte, indem er ſie ein halsſtarriges, ungehorſames, bos⸗ haftes Kind nannte, das darauf ausgehe, ſeinem alten Vater jede Freude zu verbittern. Da trat der Pfarrer zwiſchen den zornigen Vater und das bebende Mädchen.—„Ruhig, ruhig, lieber Bruder,“— ſprach er—„durch ſolche rauhe Behand⸗ lung würde eine ſo zarte Blume bald geknickt werden. Das Mädchen iſt frei; Du haſt kein Recht, ſie gegen ihren Willen zu einer Heirath zu zwingen; ich hoffe, bei ruhigerem Nach⸗ denken wirſt Du dieß ſelbſt einſehn.“—
Der Graf, der bisher ein ſtummer Zuſchauer geweſen war, trat nun als handelnde Perſon auf. Mit Angſt hatte er und die Gräfin dem Auftritte zugeſehen; und als der Pfar⸗ rer auf die Seite Emma's trat, fürchteten ſie mit Recht, daß dadurch ihr ganzer Plan vernichtet werden könnte.—„Mein lieber Hilbert,“— ſprach alſo der Graf—„Sie haben ſich ſtets als ein rechtſchaffener Mann gezeigt; ich hoffe, daß Sie ſich durch dieſe kleine Laune nicht wanken machen laſſen. Et⸗ was anderes als eine Laune kann es nicht ſein. Sie iſt zu kindiſch, um zu wiſſen, was zu ihrem Beſten gereicht. Herr Tyrell iſt ihrer vollkommen würdig.“—
„Das glaube ich auch,“— erwiederte der Ptarrer— „aber er mag nur erſt ihre Neigung zu erwerben ſuchen. Niemand ſoll in der Gemeinde, deren Pfarrer ich bin, gegen ſeinen Willen verlobt werden.“—


