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aus und gab dem Jungen einen Vierundzwanzigſtüberzettel, indem er ſprach:—„Armer Junge, ich will ſehen, ob ich Deine Ohren heilen kann.“— Dieſes Geſchenk ſtillte den Schmerz des Knaben ſogleich; er lief hinter dem Grafen her und rief wiederholt:—„Gott ſegne den gnädigen Herrn Grafen an Leib und Seele!“
Verdrüßlich über ſeine unvorſichtige Fahrt durch die Küche, beabſichtigte Eduard, den Rückweg durch die Küche zu venliei⸗ den und einen andern Weg einzuſchlagen; aber ſein gutes men⸗ ſchenfreundliches Herz verwarf dieſen Vorſatz ſogleich.— Vielleicht ſind dort noch mehr Betrübte, die ich tröſten muß,
dachte er— denn ich glaube wirklich, daß ich durch mein eiliges Laufen durch die Küche viel Verwirrung angerichtet
habe. Sollten denn die armen abhängigen Menſchen um mei⸗
netwillen leiden, ohne daß ich mein Verſchulden wieder gut zu machen ſuchte?—
Und er hatte Recht. In der Küche waren wenigſtens zwei Perſonen zu tröſten: der arme Janne, der den Braten faſt hatte verbrennen laſſen, und das Mädchen, welches in den Mehlſack gefallen war. Die Arme ſtand in einiger Entfer⸗ nung vom Heerdfeuer und trocknete ihre naſſen, von Milch und Mehl übel zugerichteten Kleider. Es war Eduard nicht ſchwer, dieſe Betrübten zu beruhigen und zu tröſten, denn guter Wille und ein voller Beutel fehlte ihm nicht. Sein Vater verſah
iihn reichlich mit dieſem Schlüſſel zu alken Genüſſen des
Lebens. Miit einigen Worten, die er an Herrn Morgenroth rich⸗ tete, beruhigte er auch dieſen, ſo daß er über den Eifer des Grafen, einem hübſchen Mädchen nachzulaufen, lachte und ſcherzte. Da die Speiſekammer nicht leer an Vorräthen und der Kopf des Kochs nicht ohne Erfindungsgabe war, ſo wur⸗ den in aller Eile etliche andere Gerichte anſtatt der zerſtörten Abereitet, und die Grä


