Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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mildern, dachte er nicht daran, Jemand auszuweichen. In der erſten Thür ſtieß er auf eine Magd, die ein Gefäß mit Waſſer aus dem Eiskeller geholt hatte; dieſe ſtieß er in die Seite, daß ſie die Hälfte des Waſſers verſchüttete. Der Koch, welcher vor einem Backtrog ſtand, erhielt einen derben Stoß auf den dem Grafen zugewendeten Theil des Körpers. Neben dem Koch ſtand ein offener Sack mit Waizenmehl auf dem Fußboden, aus welchem derſelbe Mehl zum Zwieback zu neh⸗ men beabſichtigte; gleichzeitig kam ein halberwachſenes Mäd⸗ chen mit einer Schüſſel ſüßer Milch, welche ſie ernſt und vor⸗ ſichtig trug, indem ſie aus Furcht, die Milch zu verſchütten, die Zähne zuſammenbiß und die Lippen über einander kniff. ⸗ Eben freute ſie ſich, daß ſie glücklich bis in die Nähe des Kochs gekommen war. Aber in dem Augenblicke, in welchem ſie dem Koch die Milch übergeben wollte, kam der Graf gleich einem Sturmwind daher geſauſt und ſtieß das arme Mädchen der⸗ maßen, daß ſie zu Boden ſtürzte und ihr Milchgeſchirr mitten in den Mehlſack fallen ließ, in welchem ſich ſofort ein Teig aus Milch und Mehl bildete. Ein Theil der Milch und des aufgeſtäubten Mehls flog auf Eduard, der ſich aber dadurch keineswegs abſchrecken ließ, ſondern der gegenüber befindlichen Küchenthür um ſo ſchneller zueilte. Der Küchenjunge, welcher daſelbſt mit Fleiſchhacken beſchäftigt war und ſich eben neu⸗ gierig nach dem entſtandenen Tumult umſah, hatte nicht be⸗ achtet, daß der Hacktrog nicht feſt auf dem Hackklotz ſtand, ſo daß er, als der vorbeieilende Graf daran ſtieß, umſtürzte und das ganze gehackte Fleiſch auf dem ſandigen Fußboden ent⸗ ſchüttete.

„Eduard hatte nun endlich alle Klippen und Hinderniſſe glücklich überwunden, ſah ſich unter freiem Himmel und eilte

vorwärts, ohne ſich im Mindeſten um den Wirrwarr in der

ezu kümmern. Der Koch war in völliger Verzweiflung, sss arme Mädchen, das in den Mehlſack gefallen war,