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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
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beiden Nebenbuhler, ſich auf den Seiten des Halbkreiſes aufgeſtellt hatten, trat der Oberförſter auf den Plan vor, während plötzlich eine allgemeine Stille überhand nahm.

Es war beſchloſſen worden, daß die Volksſpiele, das heißt das Schießen auf die Scheibe und auf den kleinen hölzernen Vogel, dem eigentlichen Feſtakte vorangehen ſollen. Der erſte Preis war, neben mehreren geringeren, wie zum Beiſpiel Pulverhörnern, Schrotbeuteln, Jagd⸗ taſchen und dergleichen, ein kleiner ſilberner Pokal in der Form eines Hahnes, welchen der Oberförſter zu dieſer Gelegenheit hatte verfertigen laſſen. Aber unter der ganzen eingeladenen Geſellſchaft war Niemand, welcher nicht ein ſchnelles Ende dieſes kleinen Schießens gewünſcht hätte, um ſofort das große anſehen zu können, deſſen Preis die ſchönſte Hand und das reinſte Herz von Oſtgothland ſein ſollte.

Die Damen flüſterten ſich einſtimmig die beſten Glückwünſche für den ſchönen jungen Fremdling zu, der ſich ihre vollſtändige Gunſt erworben hatte. Die Herren dagegen— glücklicher Weiſe hörte die freudetrunkene Frau Agneta nur die Damen— die Herren, mit Ausnahme jedoch derjenigen, welche zunächſt bei dem Hüttenbeſitzer ſtanden, der ſich heute ein ungemein vornehmes und ſtatt⸗ liches Anſehen gegeben hatte, ziſchelten gegen einander: „Hol der Teufel den Major, wenn er eine ſolche Perle aus dem Lande führen läßt.“

Doch ſiehe— an eine Ciche beim Weg nach dem Berggipfel hinauf gelehnt, ſtand auch noch ein warmer theilnehmender Freund: es war der alte große Lootſe, der „feſt im Glauben,“ ſich der Hoffnung hingab, der gute Gott werde der treuen Liebe beiſtehen.

Ein kräftiger Stoß in's Jägerhorn, und nun ſammelten ſich die zerſtreuten Gedanken.

Der Oberförſter zog ein Papier aus der Taſche und verlas mit lauter Stimme folgende Regeln:

§. 1. Das Freiſchießen iſt eröffnet. Jedem freige⸗