Druckschrift 
Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rief Frau aus ihren nach einer Verwun⸗ Schießen er Junge!

uf Deinen

wernhöfe,“ ngen nicht ichen Ver⸗

Schwieger⸗ hat ſeine

dieſe will.

ffe getrun⸗ urchgegan⸗

nene Frau, n an ihrer in ſchmerz⸗ begen ihres au Marga⸗ dieſer Stel⸗ ner nothge⸗ eder Muth,

Miſchung ſchuldigend: icht beſitzen, rdächtig er⸗ rechen Sie

arethe, da⸗

Ihnen ſtehen

Nargarethe lend.„Du

219

meinteſt es ſo gut, das erkenne ich und wir Alle an, ob ſchon Du, Gott ſei Dank, Dich geirrt haſt.“

„Ungeſtraft ſoll ſie jedoch nicht davon kommen,“ er⸗ klärte Karl Auguſt.„Der Vater ſagt ihr hiemit den Pacht von Södratorp feierlich für alle Zeiten auf, und Frau Sanft wird nach Roſenlund verwieſen, wo vielleicht binnen Kurzem eine junge Hausfrau des Rathes einer erfahrenen Wirthſchafterin bedürfen könnte.“

„Einer Wirthſchafterin, die ihr bis in den Tod treu ſein wird,“ antwortete Frau ſanft, indem ſie ſich mit dem Zipfel ihres Halstuchs die Augen wiſchte.

Der Kaffe wurde aufgetragen, und Karl Auguſt ſetzte ſich dem Sopha gegenüber, wo Vater und Mutter prä⸗ ſidirten.

„Sprich jetzt einmal vernünftig,“ ſagte der Hütten⸗ beſitzer, während Frau Agneta ihm den brennenden Fidi⸗ bus überreichte.

Und nun erzählte Karl Auguſt weit und breit von allen ſeinen Ereigniſſen auf dem Omberg, beſchrieb ſeine Geliebte, ſeinen Nebenbuhler, hauptſächlich aber den Ober⸗ förſter mit allen ſeinen Sonderbarkeiten und berichtete zu⸗ letzt von den originellſten aller ſeiner originellen Einfälle, nämlich das Schickſal ſeiner Tochter durch ein Scheiben⸗ ſchießen entſcheiden zu laſſen.

„Ich glaube nicht,“ ſagte der alte Herr, der ſeinem Sohn mit tiefem Stillſchweigen zuhörte, welches nur von Zeit zu Zeit durch ein bedenkliches Kopfſchütteln unter⸗ brochen wurde,„ich glaube nicht, daß zu meines Vaters oder Urgroßvaters Zeiten je eine ſolche Geſchichte erhört worden iſt.“ Dabei lag etwas in ſeinem Tone, was deut⸗ lich zu verſtehen gab, daß er die Anſicht hegte, ſo etwas ſei überhaupt noch nicht vorgekommen.

„Wahrhaftig,“ meinte Frau Agneta, indem ſie die Hände über der Bruſt kreuzte,„ungewoͤhnlich iſt die Sache freilich. Inzwiſchen hege ich die feſte Ueberzeugung, Vater, daß die ganze Angelegenheit keine ſo günſtige Wendung genommen haben würde, wenn Du nicht an dem Abend,