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Paul Wärning : Abenteuer eines Scherenjungen ; fünf Theile / erzählt von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F.
Entstehung
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dem Anblicke aller ſeiner Flaſchen und Gläſer, die mit alten bekannten Geſichtern ihm von den zierlichen Bret⸗ tern entgegen lächelten, glaubte Paul wiederum zu Hauſe zu ſein.... Dort ſtand ja der große Römer des „alten Kämmerers,“ und dort die dicke„Toddy⸗Mut⸗ ter“ des Zollcommiſſarius— ſelbſt„das kleine Kätz⸗ chen“ des Herrn X. war noch vorhanden. Paul fühlte ſich jetzt nicht mehr ſo allein und verlaſſen, obgleich er nur von lebloſen Dingen umgeben war.

Von dieſem Tage an grübelte er nicht mehr über Verſchiedenes. Geſchehene Dinge waren geſchehen, die Vergangenheit lag hinter ihm, und jetzt dachte er nur an die Zukunft und an die Gegenwart. Er war eifrig und betriebſam in den Angelegenheiten ſeines Herrn, welche er bald wie ſeine eigenen zu betrachten begann, wie der ſelige Faktor von den Hamrinſſchen ſagte. Mit jedem Tage wuchs auch das Vertrauen des Keller⸗ meiſters, und er gab Paul mehr als eine deutliche Probe davon. Bald kam es dahin, daß Paul faſt als der Wirth betrachtet und ihm beinahe eben ſo viele Achtung erzeigt wurde, wie dem Kellermeiſter ſelbſt.

Herr Klint hatte die Sitte, gewöhnlich einmal des Jahres alle ſeine Bekannten und einen großen Theil ſeiner Gäſte zu Mittag zu ſehen, und da nun kurz vor Weihnachten die Zeit eines ſolchen Feſtes ein⸗ traf, ſo erhielt Paul, welcher außerdem noch eigene Geſchäfte in der Stadt zu beſorgen hatte, den Auf⸗ trag, nebſt einigen andern Perſonen„auf dem Wege,“ wie der Kellermeiſter ſich ausdrückte, auch den Condi⸗ tor Streling einzuladen.

„Du mußt mir gar ſehr danken, Paul, daß ich Dir dieſes Geſchäft auftrage!“ ſagte zu ſeiner„rechten Hand“ der Kellermeiſter.„Denn, ſiehſt Du, wenn Du nun direkt in das Schenkzimmer gehſt, ſo triffſt Du dort Streling's hübſche Mamſell— nimm Dich nur in Acht, daß Du nicht Feuer fängſt, denn ver⸗ henkerte Augen hat ſie!“

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