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tritte in den Eheſtand etwas geworden wäre, wenn die dumme Gans nicht aus Verdruß geheirathet hätte; ſie hatte, kannſt Du Dir denken, den Aerger, daß ihr Liebhaber ſie verließ wegen einer kleinen Mamſell in Streling's Schweizerei.“
„Aber wie konnte er ſie heirathen, wenn er ſie verließ?“ fragte Paul.
Der Kellermeiſter lächelte.„Biſt Du ſo einfältig geworden, mein Junge?— Ich ſehe, Du haſt nicht umſonſt zwei Jahre lang Catechismen geſetzt; ſonſt würdeſt Du ſchon wiſſen, daß Jeannette ſich mehrere Liebhaber hielt, und Du wirſt gewiß geſtehen, daß ſie ſo zu ſagen recht gut handelte, daß ſie, nachdem ſie einen Bräutigam angenommen, nicht mehr als einen einzigen behielt. Nun wurde, wie geſagt, dieſer ihr ungetreu, und da heirathete ſie im Aerger den Bräu⸗ tigam, einen guten und ehrlichen Maurergeſellen.“
„Ich wollte wohl wünſchen, daß er ſie ein wenig zum Menſchen machte!“ ſagte Paul.„Es könnte der Jungfer Jeannette recht gut ſein, wenn ſie ein wenig gedemüthigt würde; aber ſie wurde gewiß gerächt, denn ſie— ich meine die Andere bei Streling's— ver⸗ ließ wohl ihrer Seits den Liebhaber? Sie ſehen wohl, Herr Kellermeiſter, ich weiß nach die Ordnung und kenne ſolche Dirnen recht gut!“
„Ja, ja, ich merke, Du biſt nicht ſo vergeßlich, wie Du Dich anſtellſt. Aber diesmal irrſt Du Dich. Streling's Mamſell verdreht vielen jungen Herren den Kopf und zieht viele Leute in die Schweizerei, aber nichts deſto weniger hat kein Menſch ein böſes Wort von ihr zu ſagen. Gerade ihre Tugend bringt ihre Anbeter in Verzweiflung. Ich wünſchte ſie hier in der Traube zu haben— aber ſie hält wohl ihren Pfeffer
zu einer Wirthshausaufwärterin für zu gut.“
Nachdem Paul mit ſeinem Herrn, der ihn jetzt freundſchaftlicher als je zuvor behandelte, das Frühſtück gegeſſen hatte, trat er in das Schenkzimmer. Und bei


