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er Petter's treuem Herzen dieſen letzten Schlag geben wollte; und ſo theuer das Geſchenk des Faktors ihm auch als ein Andenken von dieſem redlichen Freunde war, und ſo lieb ihm auch der Hund ſchon geworden war, ſo trat er ihn dennoch ab: Petter, Karin und der Balg ſollten zuſammen bleiben und die Freude hierüber breitete einen Schimmer über Petters ſtille Trauer.
An dem Abende vor ſeiner Abreiſe, nachdem Paul alle Arbeiten und Abſchiedsbeſuche beendigt hatte, ging er mit Petter und dem Hunde hinaus nach dem Grabe des Faktors, wo die Herbſtroſen im Abendwinde über dem grünen Raſen ſchwankten.
„Herr Paul! ſie nicken Ihnen Abſchied zu!“ ſagte Petter; und als er ſich bückte, um die ſchönſte Ringblume zu brechen, entfiel ſeinem Auge eine Thräne und miſchte ſich mit dem Thau in dem Kelch der Blume. Da jedoch Petter ſich allzuſehr geſchämt haben würde, wenn Paul ſeine Schwäche gemerkt hätte, ſo fing er an, aus allen Kräften den Mond anzuſtarren, ſo daß es ausſehen möchte, als wenn er aus bloßer Anſtrengung bei der Betrachtung deſſelben Waſſer in die Augen bekommen hätte.
Indeſſen nahm Paul die Blume, welche auf dem Grabe des alten Faktors gewachſen war, und in deren innerſten Herzblättern Petters Thräne gleich einer Perle glänzte. Beides, die Blume und die Thräne waren werthvoll für ihn. Die gepreßten Gefühle ſei⸗ nes eigenen Herzens ließen ihn ganz gut verſtehen, was Petter fühlte: ſie hatten drittehalb Jahre in Frie⸗ den unter einem Dache gelebt, ſie waren Freunde ge⸗ worden, hatten einen gemeinſamen Verluſt erlitten und hatten ſich gegenſeitig getröſtet und ermuntert. Jetzt bedurften ſie des Troſtes bei ihrem eigenen Schei⸗ den, und in dieſem Augenblicke übertrug Paul das Teſtament des Faktors auf Petter, der nun in dem


