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ſich die Gevatterin in Ehrfurcht gebietender Majeſtät von dem Faſſe— und viel früher, als Paul Zeit ge⸗ habt hatte, weder ſein Verbrechen noch die Folgen deſ⸗ ſelben zu ahnen, hatte ſchon ihre breite Hand ſeine ſchwarzkrauſe Perrücke ergriffen; und auf dieſe Weiſe ſeinen Kopf haltend, beugte ſie denſelben rücklings nie⸗ der, damit ſie ihm richtig in das Geſicht ſehen könnte und er in Rückſicht ihrer den gleichen Vortheil haben könnte.
„Kind!“ ſagte die Gevatterin und modulirte ihre Stimme zu einem Mitteldinge zwiſchen Verwunderung und verletzter Würde,„Kind! wie biſt Du erzogen? Haſt Du einen Schulmeiſter zum Vater gehabt und weißt doch das erſte Gebot noch nicht, daß Du Ehr⸗ furcht haben ſollſt vor dem Alter?“
Paul hätte gar zu gerne beweiſen wollen, daß dieſes nicht in dem erſten Gebote ſtände, da es jedoch auf jeden Fall Gottes klares Gebot und ſein eigener Wille war, ſo begnügte er ſich damit, durch einige kleine Schwenkungen ſeinen Hals aus dem Schrauben⸗ ſtocke los zu machen und zu ſagen, daß er„ſelbſt wohl nie etwas anderes gethan hätte.“
„Wie?“ fragte die Gevatterin ſtrafend,„haſt Du nicht gelacht?“
„Ja, ich lachte wohl ein klein wenig, aber ich glaubte, ich ſollte nur im Spaß und im Spiel für ſechs Stüber Zucker begehren.“
„Ich,“ entgegnete die Gevatterin ausdrucksvoll, „ich ſpiele nie, wo nicht, um bisweilen die Gäſte mun⸗ ter zu machen— dergleichen Spiel gehört zum Hand⸗ werk— und dann ſtelle ich mich, wie Du geſtern Abend ſahſt, als ginge ich auf Alles ein, ſo daß ſie eine gute Meinung von meinem Kruge bekommen und ſich lieber hier ein kleines Räuſchchen nehmen, als in einem von den andern Krügen, die ihnen im Wege liegen. Du aber biſt noch zu jung, um ein ſolches Spiel zu ver⸗
ſtehen und zu alt biſt Du auch, um noch wie ein klei⸗ d
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