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wachte ſie in dieſer Art Unruhe, welche man empfindet, wenn man von Erſticken träumt. Aber ſchnell ſich des von dem Betthimmel herabſchwebenden, grünen, wol⸗ lenen Bandes mit dem ledernen Handgriffe bemächti⸗ gend, verhalf ſie ſich bald in eine ſitzende Stellung, und da gaben die unangenehmen Gefühle bald der erſten Sehnſucht Raum, die immer über ſie kam, ſo⸗ bald ſie fühlte, daß ſie wiederum zu einem neuen Tage aufgelebt war.
Nachdem ſie ſich einigemal mit verwendeter Hand die Augen gerieben, gegähnt und geſchnupft hatte— dieſes Letztgenannte geſchah heute vor der Schrankbe⸗ grüßung, und ſchrieb ſich wahrſcheinlich her von der Unruhe ihres Kopfes, worin ſie erwacht war— ſo ſtreckte ſie die Hand aus und den wohlbekannten Schlüſ⸗ ſel mit dem Daumen und dem Zeigefinger faſſend, ver⸗ ſchaffte ſie ſich bald ſowohl die Flaſche, als auch den Tümmler. Nach drei bis vier kleinen Erquickungsper⸗ len verſpürte die Gevatterin, wie ſich eine außeror⸗ dentliche Hurtigkeit und eine Federkraft über jedes Glied ausbreitete, und der erſte Gebrauch, den ſie von ihrer zurückkehrenden Kraft machte, war, daß ſie vor Lura mittelſt, eines tüchtigen Zuges an den Glocken⸗ ſtrang ihr Erwachen verkündigte..
Lura war eine aufmerkſame Dienerin. Kaum war der Schlüſſel in dem Wandſchranke wieder umgedreht ſo ſtand ſie vor ihrer Herrin mit einem großen Kaffee⸗ keſſel und einem braunroſigen Spülkumpf: die Gevat⸗ terin verſchmähte es gänzlich, aus einer Taſſe zu trinken.
Mit einem in dem ſchleppenden Scherendialekte lang gedehnten„Guten Morgen, beſte Frau!“ begrüßte Lurg ihre Herrin, und hatte ſie ſo wenigſtens zwanzig lang jeden Morgen begrüßt, und die Gevatterin halte eben ſo gewiß ſtets geantwortet:„Danke! waß für Wind iſt heute?“—
„Er war heute Morgen öſtlich, jetzt hat er ſich aber wieder nach Südweſten gedreht,“ ſagte Lura, im
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