Druckschrift 
Paul Wärning : Abenteuer eines Scherenjungen ; fünf Theile / erzählt von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F.
Entstehung
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„Za,“ rief Lura draußen vor der Thür,„Gasö⸗ Johannes iſt hier— er ſagt, er hat Geld genug bei ſich, ſagt er.“

„Nun, nun, vielleicht kann ich's da zuſammen⸗ ſchrapen, ich werde wohl ſehen! Zünd' das dünne Licht an, Lura, und mach die Kellerthür auf.“

Nachdem die Gevatterin dieſe Befehle ausgetheilt hatte, wobei ſie Paul gänzlich vergaß, begab ſie ſich ſelbſt in die Küche. Und das Licht aus Lurg's Hand nehmend, begann ſie ſich ganz bedächtig die hohen Stufen des Kellers hinab zu begeben, in deſſen ver⸗ ſchloſſene Kiſten kein Anderer, als die Gevatterin ſelbſt, die Naſe ſteckte. Es war merkwürdig, daß ſie ſich, obgleich ihre Augen von einer ſogenannten„Florhaube“ verdunkelt waren, dennoch ganz ordentlich hinunter und wieder herauffühlte: in welchem Zuſtande ſie auch ſein mochte, ſo vergaß ſie nie ihre Schlöſſer ſicher zu verſchließen und die Schlüſſel auszuziehen. Jetzt ſtand ſie wieder auf der dritten Stufe der Kelleröffnung, deren Raum ſie faſt ganz erfüllte, und einen Beutel mit Reis mit den Zähnen haltend, das Branntweins⸗ maß in der einen und das Licht in der andern Hand langte ſie jedes beſonders der Lura zu, welche den Befehl erhielt, vor ihr ſtehen zu bleiben, bis ſie mit Hülfe der Ellenbogen ſich glücklich wieder aus der Oeffnung gearbeitet und die Luke zugemacht hatte.

Darauf ging Lura mit den Waaren hinter ihrer Herrin her in das eigene Zimmer derſelben. Hier

war es wirklich luſtig mit anzuſehen, wie die Gevat⸗ terin, nachdem ſie aus einem großen Schranke den Zucker, die Stärke, die Seife, die Kaffeebohnen, den