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Paul Wärning : Abenteuer eines Scherenjungen ; fünf Theile / erzählt von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F.
Entstehung
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ſeines Vaters in ſeinem Charakter hatte, dieſes jevoch ſo ganz verwebt mit dem kraftvollen und ſtarken We⸗ ſen der Mutter, daß er ſo ziemlich des glücklichen Ver⸗ mögens der Frau Wärning bedurfte, gewiſſe Härten in der Seele zu erweichen und dieſelbe unter das nütz⸗ liche Joch des Gehorſams zu beugen.

In Einem gab jedoch Paul ſeinem Vater den Vorzug. Dieſer ſang ſo ſchöne und prächtige Lieder und lehrte daneben Paul alle die Lieder ſingen, die man von umherwandernden Lieder⸗ und Sagenhänd⸗ lern erhalten konnte. Und Wärning erfand immer ir⸗ gend eine alte Melodie, welche zu jedem beliebigen Liede,gedruckt in dieſem Jahr paßte. Es war daher ganz natürlich, daß die Ankunft jedes Lumpenſammlers oder eines andern gleichbedeutenden Reiſenden in dem Fiſcherdorfe, wenn er ſolche Raritäten mitbrachte, eine Epoche in Paul's Leben bildete; und ſein Entzücken, dieſe wundervollen und merkwürdigen Hiſtorien zu leſen und zu ſingen war ſo groß, daß er jeden Umher⸗ träger ſolcher und ähnlicher Herrlichkeiten als eines der glücklichſten unter Gottes geſchaffenen Weſen anſah.

Bisweilen gab ſich Paul der unwiderſtehlichen Macht der Phantaſie hin, und da ſah er immer, wie er frei und ſingend mit einem großen, ungeheuer gro⸗ ßen Bund Sagen und Lieder unter dem Arme und ein an dem Stocke gehängter Bündel unter der Schul⸗ ter in Gottes weiter Welt umherwanderte. Je ſtärker die Einbildung die Schönheit und die Freude dieſes Lebens ausmalte, um ſo mehr brannte das Herz vor Sehnſucht nach demſelben. Da wurde ihm die Hütte zu eng, und er eilte hinaus, um ſich auf einen Stein⸗ haufen bei den Ruinen zu ſetzen, welche ſein Lieblings⸗ plätzchen waren. Indem er hier ſeinen Blick begierig das weite Meer überfahren ließ, träumte er froh von dem Lande an den Seitenufern, und wie er in Wäl⸗ dern, Sümpfen und Moräſten wandern wollte, welche Dinge er nur aus Erzählungen kannte, und gewöhn⸗