Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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hoffen, obgleich, die Wahrheit zu ſagen, es mir ſo vor⸗ kam, als wäre er bei dem Sündenbock Grave ſo ansge⸗ wäſſert und ausgemerkelt worden, daß er nicht viele Kräfte aufzuopfern hat. Und nun ſollen wir dieſen Schelm hie⸗ her bekommen ja, ich möchte raſend werden, wenn ich varan denke, daß ich bei der Wahl nichts anderes ſein durfte, als eine Null. Hätte ich dieſen Erdlappen früher gehabt, ſo hätten ſie was Andres ſehen ſollen; wenigſtens hätte ich verſucht, ihm die Stange zu halten... Doch nun glaube ich, iſt's Zeit, ſich zur Ruhe zu begeben die Andacht haben wir doch wohl für heute Abend verplau⸗

dert, oder wie? Ich will ein wenig für mich allein leſen geh'

Du nur hinein!

Dank, Dank! bleib aber auch nicht zu lange; glaube mir, Du biſt fromm genug, ohne in dieſen Büchern, die recht ſonderbare Lehren enthalten, immerwährend Verbeſ⸗

ſerung zu ſuchen... Aber ich will Dich nicht betrüben.

Gute Nacht, mein Goldblümchen! Gott ſegne Dich!

Conſtance war allein.

Aber ſie öffnete kein Buch, ſondern ſank auf ihre Knie und betete brennende, ſchwärmende Gebete für ihn, der jetzt in den lappländiſchen Schneebergen wanderte. Eigentlich wollte ſie für den glücklichen Erfolg ſeiner Be⸗ mühungen beten; aber die Gebete für die Sache vermiſch⸗ ten ſich unbewußt und verworren mit der Perſon, und ſie wurden noch verworrener, als nun die ſo lebhaft hervor⸗

erufene Erinnerung an die Stunde der Trauung ſich mit in die Andacht miſchte dieſe Stunde, in welcher ſein

Auge gleichſam einen unbekannten Raum oͤffnete, einen Himmel, aber mit dem über de

Raum mit dem Eingang in den Ausgang in die Hölle.Nein! ſtammelte an allen Glie⸗ dern zitternd, die Beterin,dieſer Anblick war eine Täu⸗ ſchung! Er war ja krank, er hatte Fieber: was in ſeinen Augen flammte, war nur eine Fieberſunde, eine Schwach⸗ heitsfünde... ach, es war nicht ſeine Schuld, er wußte

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